Archiv der Kategorie: Arequipa

Rückblick auf die letzten Monate

Hallo an Alle,

hier ein kurzer und bündiger Einblick in meine letzten Monate.

Feliz Navidad y prospero Año nuevo!

Rückkehr aus Peru nach Deutschland

Hey,
viele Grüße wieder aus Deutschland. Die letzten Wochen waren traurig und aufregend zugleich. Eine gemeinsame Reise in meiner vorletzten Woche in Peru mit 30 anderen Jugendlichen aus der Pfarrei zum CONJUCOM (Congreso Juvenil Comboniano = Kongress, zudem Jugendliche aus allen acht Comboni-Pfarreien Perus kommen, um gemeinsam zu singen, zu beten und Neues (kennen-) zu lernen) war nochmal ein Highlight kurz vor dem schweren Abschied. Eine tolle Erfahrung und ein sehr guter Abschluss des Jahres. Wir wohnten dort vier Tage in verschieden Familien und ich lernte viel über die Arbeit und die Mission und erlebte die Freude der Menschen, die auf Combonis Weg sind.

Nach tränenreichen Abschieden mit vielen schönen Worten und Umarmungen und kleinen Geschenken im Kindergarten, in der Jugendgruppe und in der Gemeinschaft ging es dann Mitte August in das Flugzeug über Arequipa-Lima-Bogotá-Madrid-München zurück nach Hause. Der Abschied von den Kindern war besonders schwer. Niemand konnte glauben, wie schnell ein Jahr vorbeigegangen ist. Und ich wäre am liebsten geblieben. Nach langen zwei Tagen Reise kam ich endlich in München an. Das Wiedersehen mit Familie und Freunden war, als wäre ich nie weggewesen. Darüber bin ich sehr erleichtert. Da ich ein Jahr nur von den Kleidern meines 23kg-Koffers gelebt habe, ist mein voller Kleiderschrank wie ein Paradies (aber auch ziemlich unnötig). Das Abreisen war sehr traurig und fiel mir schwer, aber es ist auch schön, wieder zu Hause zu sein.

Die Zeit in Peru war genial. Ich bin allen, vor allem den Combonis, sehr dankbar, dass sie mir dieses Jahr ermöglicht haben. Ich habe viele Menschen kennengelernt, die ich für ihre Arbeit bewundere, mit denen ich viel Spaß hatte und die mich unterstützt haben. Es war ein Jahr mit Tiefs und Hochs, aber zum größten Teil Höhepunkten – Umarmungen von Kindern, gemeinsames Lachen, gemeinsame Weihnachtsfeier und Geburtstagsfeiern, fröhliche Gottesdienste, aufregende Reisen und noch ganz viel mehr. Ich danke auch allen, die mich von zu Hause unterstützt haben.

Bevor ich die Arbeit der Combonis kennengelernt hatte, war für mich Mission eher ein negatives Wort. Aber in diesem Jahr und in der Vorbereitung hat sich diese Meinung geändert. Ich habe gelernt, wie man mit wenigen Mitteln anderen Menschen in Armut hilft, sie zum Lächeln bringt und vielleicht auch ein kleines bisschen etwas verbessert. Und ich habe gesehen, wie sehr der Glaube verbindet und motiviert (sogar über Kontinente) und wie groß die Gemeinschaft dort ist. Das war sehr schön zu sehen und zu spüren. Ich war immer ein eher ruhiger Mensch und das bin ich immer noch, aber jetzt habe ich viel mehr Mut. Mut auf andere zu zugehen und selbst anzupacken, auch wenn man nicht weiß, was danach passiert.

Jetzt in Deutschland warten wieder neue Herausforderungen und Erfahrungen auf mich – und ich freue mich sehr.

Viele Grüße, Lena.

Die Arbeit im Kindergarten – Verkehrserziehung

Jede Woche im Kindergarten steht unter einem bestimmten Thema. Letzte Woche (4.9.-9.9.17) stand Verkehrserziehung im Mittelpunkt. Meine Klasse hat vor allem gelernt, wie man richtig über die Staße geht und wie eine Ampel funktioniert bzw. wann man gehen darf und wann stehen bleiben muss. Es wurden Papierflieger getestet und kleine Autos aus Klopapierrollen gebastelt. Am Freitag durfte dann jedes Kind ein Fahrrad, Bobbycar oder Papkartonauto mit in den Kindergarten bringen. Auf dem Sportplatz wurde von den Profesoras ein kleines Verkehrssystem aufgebaut und der ganze Kindergarten hat sich versammelt, um mit ihren Gefährten einen echten Straßenverkehr nachzuahmen. Es war richtig schön, den Kinder dabei zuzusehen, wie sie durch die Gegend fuhren. Die meisten hatten von ihren Eltern selbstgebastelte Pappautos dabei, welche offensichtlich mit größter Mühe angefertigt wurden und so alle unterschiedlich waren. Zum Abschied dieser Woche haben dann alle Kinder kleine, von den Profesoras selbstgebastelte Ampeln, für Zuhause bekommen.

Meine ersten Wochen in meiner neuen Heimat Peru

Ich bin nun schon knapp zwei Wochen in Peru.

Am Sonntag, dem 6. August 2017, ging es endlich los, das lang erwartete Abenteuer konnte starten. In der Früh los zum Münchner Flughafen und von dort ab nach Lima über Atlanta. Zum Glück gab es keine großen Probleme, obwohl ich bei meinem ersten Langstreckenflug doch etwas nervös war und die Sicherheitskontrolle in den USA durch die lange Wartezeit meine Nerven ein bisschen strapaziert hatte. Um kurz nach Mitternacht bin ich dann am Flughafen Lima angekommen und wurde von Pater Juan Goicochea und einer österreichischen Schwester abgeholt.

Montag und Dienstag habe ich in Lima verbracht, um alles mit den Papieren und dem Visum zu klären und dort auch schon mein erstes kleines Abenteuer erlebt. Pater Juan hat mich am Montagnachmittag mit zu einer kleinen Kapelle in einem benachteiligten Viertel Limas mitgenommen. Diese Kapelle muss leider wegen Einsturzgefahr geschlossen werden, da aber noch alle Kirchenbänke in der Kapelle waren, haben wir kurzerhand alle sieben Kirchenbänke auf die Ladefläche des Pickups geladen. Nur mit einem Seil gesichert sind wir dann zurück zur Pfarrei, wo wir sie wieder abgeladen haben. Für die Leute hier wohl eine ganz alltägliche Erfahrung, hat mich dieses Erlebnis an meinem ersten Tag in Peru doch schon beeindruckt. Dienstag am Spätnachmittag ging es dann mit dem Bus auf einer 16-stündigen Fahrt weiter nach Arequipa. Als ich am Mittwoch um zehn Uhr angekommen bin, war ich erst mal einfach nur froh endlich richtig angekommen zu sein. Die Padres haben mich sehr nett aufgenommen (auch wenn zum Zeitpunkt der Anreise nur knapp die Hälfte da waren). An den folgenden Tagen wurde mir alles gezeigt und alle vorgestellt. Arequipa ist eine wirklich wunderschöne Stadt, eingerahmt von den Anden und dem Vulkan Misti. Samstag wurde dann Abschied von meiner Vorgängerin Lena gefeiert und gleichzeitig auch ein bisschen mein Willkommen. Mit leckerem Essen (die Köchin der Padres ist echt super. Das Essen ist immer richtig lecker) Wein oder Bier und einem Kuchen haben wir angestoßen auf die vergangene bzw. kommende Zeit.

Meine Arbeit im Kindergarten
Am darauffolgenden Montag (14.08.2017) ging für mich auch schon die Arbeit los. Der Kindergarten San Daniel Comboni wird für das nächste Jahr meine Arbeitsstelle sein. Die Kindergärtnerinnen haben mich alle super lieb aufgenommen. Meine Klasse besteht aus 22 kleinen 4-jährigen Arequipeños, die alle super süß mit ihren großen braunen Augen und den schwarzen Haaren sind. Diese Woche stand unter dem Thema „Arequipa“, da am Dienstag Stadtfest, mit großen Umzügen und Tänzen war. Verschiedene Gruppen aus dem Kindergarten haben jeden Tag ein kleines Schauspiel vorbereitet und zum Beispiel die Geschichte Arequipas nachgespielt. Da am Dienstag frei war, bin ich in die Stadt, um mir den Corso (Umug) anzuschauen. Verschiedenste Gruppen aus Arequipa haben typische peruanische, aber auch chilenische oder mexikanische Tänze aufgeführt.

Stadtfest in Arequipa

Ferien in Peru!

Hallo Ihr,

Nach langer Zeit mal wieder etwas von mir: Ende Dezember begannen die großen Ferien, die bis März gingen. In dieser Zeit habe ich einen Monat in villa ecologica gearbeitet und in der restlichen Zeit verschiedene Reisen unternommen, nach Cusco, Puno, Bolivien und Lima: Weiterlesen

Feliz navidad!

Hey,

ich wünsche Euch allen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr. Ich hoffe Ihr hattet einen schönen Advent und genießt jetzt die Feiertage.

Hier ist auch schon alles bereit für Weihnachten. Auch wenn das Wetter eher wie im Sommer ist. Jeder hat in seinem Haus ein riesiges „Nacimiento“ gebaut. Das bedeutet aber nicht nur eine Krippe, sondern eine ganze Landschaft mit Krippe, unzähligen Tieren und manchmal sogar mehreren Marias und Josefs. Das kann schon mal den Großteil eines Raumes einnehmen. Aber sie sind wirklich schön.

Wir haben gemeinsam mit den alten Menschen der Pfarrei die Weihnachtsgeschichte nachgespielt. Wir hatten sogar einen echten Hahn und ein Schaf 🙂

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Oktober-Neuigkeiten aus Arequipa!

Hallo,

jetzt bin ich bereits über zwei Monate hier in Arequipa. Ich kann gar nicht glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Hier ist in letzter Zeit so viel passiert, dass ich kaum Zeit hatte einen neuen Bericht zu schreiben. Aber hier kommt er nun!

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Schönen Frühlingsanfang! – Zwischenbericht Arequipa

Hey,

ich wünsche euch einen tollen Frühlingsanfang, denn der Frühling beginnt hier nun und wird groß gefeiert!

Aber Feste sind hier nicht wirklich selten. Der September ist der „Monat des Frühlings“ und damit verbunden auch der „Monat der Jugend“. Im Kindergarten wurde daher der „Tag der Talente“, „Tag des Frühlings“ und der „Tag des Schülers“ gefeiert. Fast eine ganze Woche nur Fiesta. Am „Tag der Talente“ haben die Kinder getanzt und gesungen. Der „Tag des Frühlings“ wurde gefeiert, indem die Kinder in selbstgebastelten Kostümen (aus Papier, Müllsäcken, alten Autoteilen, Flaschendeckeln, Stoff, …) eine kleine Modenshow aufgeführt haben. Der „Tag des Schülers“ wurde auch fiesta genannt und es wurden Spiele, wie Wettkrabbeln (für meine Gruppe, die 2-Jährigen) und Reise nach Jerusalem gespielt.

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Meine ersten Wochen in Arequipa – Peru!

Hola amigos!

Hier endlich mein erster Bericht über die ersten Wochen in Peru!

 Anreise – Lima

Nach dem Abschied am Flughafen ging es los mit dem Flugzeug über Madrid nach Lima, wo ich die ersten drei Tage verbracht habe. Dort habe ich neben der Beantragung eines Jahresvisums auch einen ersten Eindruck von Peru gewinnen können, das Stadtzentrum besichtigt und das erste Mal Ceviche gegessen (ein peruanisches Gericht aus rohem Fisch mit Zitrone) – also das war mehr oder weniger ganz lecker.

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