Archiv der Kategorie: Kenia

Events der letzten Monate

Es ist schon viel zu lange her seit ich meinen letzten Bericht geschrieben habe. Es ist eine Menge passiert in den letzten Monaten und darüber möchte ich in diesem Eintrag berichten.

Ereignisse in der Kirche
Mitte April hatte Jemboy seine Weihe zum Diakon, in sechs Monaten wird er dann zum Priester geweiht. Es war ein großes Fest hier mit 1000 Leuten, die aus Nah und Fern gekommen sind. Weiterlesen

Eine Reise nach Kenia

Hallo ihr Lieben, diesen Blog werdet ihr ausnahmsweise nicht aus meiner Sicht lesen. Leon, ein Schulfreund von mir, hat mich im März für drei Wochen in Kenia besucht. Seine Eindrücke von dem Land und meinem Einsatz hat er hier zusammengefasst. In Kursivschrift seht ihr ein paar Anmerkungen und Erklärungen von mir. Viele Grüße, euer Niko.

Kalt. Das war mein erster Gedanke als ich mich morgens um 6:00 Uhr in Berlin auf den Weg zum Flughafen machte. Ohne Jacke, ohne Schal – na gut eine Regenjacke hatte ich an, aber meine Winterjacke wollte ich kaum mitnehmen in einem der heißesten Monate des Jahres in Kenia. Die Vorfreude auf Kenia wuchs, als mir der stärker werdende Schneeregen die letzte Wärme aus dem Körper raubte. Es war der 7. März und ich stand kurz vor meiner ersten, selbstorganisierten Reise auf einen anderen Kontinent. Besonders freute ich mich auf Niko, den ich seit einem halben Jahr nicht mehr gesehen habe. Noch trennten uns über 6000 Kilometer. Es war ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass Niko an meinem Zielflughafen in Nairobi wartete, denn ich hatte gehörigen Respekt vor Nairobi und habe vermutlich viel zu viel Zeit damit verbracht, die Gefahren dort zu studieren.

Der Flug verlief ereignislos und die Anspannung fiel von mir, als ich nach allen Kontrollen mit meinem Gepäck den Flughafen verließ. Warme, angenehme Abendluft strömte mir entgegen und ich  kämpfte mich an ein paar Taxifahrern vorbei, die mir ihr Taxi anbieten wollten. Schnell fand ich Niko. Ich war froh und erleichtert. Wir fuhren etwa eine Dreiviertelstunde zu unserer Unterkunft. Schon nach zwei Minuten sah ich ein Zebra, das mitten auf der Straße stand. Ich tippte Niko an und fragte ihn: „Ist das normal?“ Er machte große Augen und verneinte. Die Vorfreude stieg.

Die erste Nacht war unglaublich heiß (Ich fand es ziemlich kalt. Besonders nachts ist Nairobi viel kälter als Kacheliba). Als ich gerade einschlief, klingelte auch schon wieder der Wecker um 5:00 Uhr. Dann ging es ohne Frühstück in den chaotischen Berufsverkehr von Nairobi.

Wir fuhren zuerst mit einem sogenannten „TukTuk“. Das ist ein kleiner Dreiräder, der es gerade so den Hügel bei unserer Unterkunft hoch schaffte. Es war eine Mischung aus Unbehagen und Faszination. Einerseits hatte ich Angst, dass mein Rucksack aus dem provisorischen Kofferraum herausfällt, anderseits war es ein tolles Gefühl bei aufgehender Sonne zu unserem nächsten Ziel, nach Kacheliba zu fahren, wo Niko den Großteil des letzten halben Jahres verbracht hat. Als wir in den Bus wechselten, war alles für mich nur noch Chaos. Von allen Seiten wurde ich bedrängt und zu verschiedenen Bussen gezerrt, in denen viel zu laute Musik lief. Auffällig war auch, dass ich auf dem ganzen Weg zur Fernbusstation keinen einzigen Weißen zu Gesicht bekam (Ich glaube Leon hat einfach geschlafen oder nicht aus dem Fenster geguckt. In Nairobi gibt es tausende Weiße). Da fragt man sich schon irgendwann, ob man was im Gesicht hat, so stark wie man angestarrt wird. Daran gewöhnte ich mich im Verlauf der nächsten Tage jedoch sehr schnell. Die zwölfstündige Busfahrt war entspannt und komfortabel. Wir trafen im Bus Fritzie und Janina, die mit uns nach Kacheliba fuhren. Die Beiden sind Freunde von Jemboy, einem Missionar, der mit Niko in Kacheliba lebt. Die Landschaft war toll. Es war interessant zu sehen, wie die an der Straße gebauten Dörfer zunehmend einfacher wurden. Der Plastikmüll wurde vor den kleinen Lehm- oder Wellblechhäusern verbrannt, weshalb zeitweise ein eigenartiger Geruch in der Luft lag. In einem Supermarkt ernteten wir komische Blicke als wir für 500 Keniaschilling (ca. 5 Euro) etliche Gebäckstückchen kauften. Interessant war auch die Sicherheitskontrolle vor vielen Supermärkten, die mit fast so vielen Sicherheitsleuten wie im Flugzeug war. Allerdings konnte ich durchlaufen, ohne meinen Rucksack zu öffnen, geschweige denn anderweitig kontrolliert zu werden. Auch wenn der Metalldetektor mehrmals piept, wird man einfach durchgewunken. Sinn der Kontrollen aus meiner Sicht verfehlt! In den Buspausen erhielten wir viele Angebote für Essen, Kleidung und andere Sachen von aufdringlichen, aber stets freundlichen Verkäufern. Die Speed-Breaker auf den Straßen waren das Einzige, was mir manchmal die Geduld nahm, da diese gefühlt alle 500 Meter auftauchen. Darüber regt sich sogar Niko nach einem halben Jahr noch auf.

Kacheliba war dann wohl der Abschnitt der Reise, den ich im Nachhinein am prägendsten fand. Ich bin unglaublich froh, dass ich das Leben in einem Dorf, weit weg von dem ganzen Tourismus, kennenlernen durfte. Ich war mit den beiden anderen Gästen im Gästehaus untergebracht. Dort gab es zwar kein fließendes Wasser, dafür Kanister, die man auffüllen konnte. Strom gab es. Das Plumpsklo vor dem Haus vermied ich, da Niko mir erzählt hatte, wie er dort schon zwei Mal Schlangen begegnet ist. Toilette und Dusche waren dafür im Haus der Comboni-Missionare vorhanden. In dem Haus wurden wir auch dreimal am Tag von Shikanga, einem überaus sympathischen Koch, versorgt. Das Essen war gut, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass es nach ein paar Monaten etwas einseitig wird. Auffällig war für mich, dass alle Getränke unglaublich süß waren. Ich hatte Probleme mich daran zu gewöhnen, dass in einen Tee 4-5 Esslöffel Zucker gehören.

Niko nahm mich auch mit auf die „Comboni Girls Primary School“, wo er unterrichtete. Schon als wir den Schulhof betraten, kam eine Welle aus hunderten von Schülerinnen in blauen Schuluniformen auf uns zu gestürmt und überhäuften uns mit Fragen und Blicken. Besonders die langen Haare unserer zwei Begleiterinnen waren für sie unglaublich interessant, da hier alle Mädchen kurz rasierte Haare haben. Ich lernte sehr nette Lehrer kennen und besuchte anschließend eine Mathestunde von Niko. Gerade als ich mich hinsetzen wollte, sprang ein Mädchen aus der ersten Reihe auf und wischte mir mit ihrem Pullover den Stuhl sauber. Ich war etwas verwirrt (So werden nur Fremde behandelt. Mein Stuhl wurde noch nie abgewischt).

Matheunterricht bei Mr. Niko

Ich war überrascht, wie gut Niko die Klasse im Griff hatte, da er mir erzählt hatte, wie schwer er sich tut, die 65 Mädchen konzentriert zu halten.

Als ich in den folgenden Tagen durch das Dorf lief, wurde ich von fast allen Leuten gegrüßt. Niko brachte mir dann auch ein paar Wörter Kiswahili bei. Somit konnte ich auf die Frage „Habari?“ (Wie geht’s?) immerhin „Nzuri!“ (Gut!) antworten und alle waren zufrieden. Auf der Straße traf ich auch viele Straßenkinder, die mich nach Geld fragten. Es gibt viel zu viele Kinder, deren Eltern sich die Schule einfach nicht leisten können. Der von Korruption geplagte Staat stellt den Schulen leider viel zu wenig Mittel zur Verfügung. Somit haben dann auch viele Kinder tagsüber nichts zu tun und kommen auf blöde Ideen. Janina war ganz begeistert von einem kleinen Hund, der mit den Kindern unterwegs war. Am nächsten Tag haben wir gesehen, dass die Kinder dem Hund die Ohren abgeschnitten haben. Wahrscheinlich um uns zu zeigen, dass sie stärker sind, als wir „verweichlichten Weißen“. Ich war geschockt.

Ein weiteres Highlight war das Besteigen des „Mount Kacheliba“. Ein kniffliger Aufstieg, der allerdings mit einer tollen Aussicht auf Kacheliba und das ganze Tal belohnt wird.       

  

Auf dem Weg zurück nach Nairobi bekam Niko Malaria. Malaria war der einzige Grund, weshalb ich ab und zu nervös war und mich unsicher gefühlt habe, da ich wusste, dass ich es nicht in der Hand habe. Irgendwann wird man halt gestochen. Nach einer schlimmen Fahrt zurück nach Nairobi fanden wir glücklicherweise schnell einen Arzt, der Niko schnell behandelte.  Somit war Niko wieder recht schnell auf den Beinen.

In Nairobi haben wir dann ein paar Sachen unternommen. Wir waren in einem Elefanten-Orphanage, in der man junge Elefanten, die ihre Eltern verloren haben, beobachten und streicheln konnte. Dann waren wir in einem Giraffencenter, in dem man die Giraffen auf Augenhöhe sehen und füttern konnte. Außerdem waren wir noch auf einem kenianischen Markt, in dem wir alles Mögliche an Second-Hand Kleidung für ziemlich gute Preise kaufen konnten.

Am 17.03.17 sind wir von Nairobi nach Mombasa an die Ostküste Kenias gefahren. Rund um die Stadt Mombasa war alles viel touristischer als im Westen. Wir trafen in allen Unterkünften deutsche Touristen, die hier wirklich überall waren; manche sympathischer als andere. (Ich hatte gehofft, dass die Leute einen hier „normal“ und nicht nur als den reichen Weißen behandeln, da es so viele Touristen gibt. Leider war das nicht so. Viele sind auf uns zugekommen, haben nach Geld gefragt, Sachen zu überteuerten Preisen angeboten und immer wieder die gleichen Sprüche rausgelassen: Wir sind gleich wie Ihr Weißen, nur dass ihr alle Millionäre seid. Wir sind keine Kannibalen… Danke für die Informationen.)

Der Ausblick von unserer Unterkunft an der Küste

Gleich bei der Ankunft in Mombasa hatte ich das Gefühl, eine klebrige Maske aufzuhaben, so feucht war es hier. Dieser Abschnitt der Reise war pure Erholung. Das Meer war traumhaft, auch wenn Niko und ich die Hitze etwas unterschätzten und uns gleich einen Sonnenbrand holten, der erste in unser beider Leben. Der Strandurlaub war nichts Neues mehr. Die wirklich prägenden Erlebnisse hatte ich im Westen Kenias (Für mich war es aber was Neues! Ich bin in der ganzen Zeit in Kenia noch nie schwimmen gegangen und hab das Wasser total genossen).

Dann kam noch die kleine Safari, die wir ans Ende der Reise gelegt hatten. Ich hatte große Erwartungen, da die Safari teurer war als alles andere zusammengerechnet, was ich in den drei Wochen ausgegeben habe. Doch ich wurde nicht enttäuscht. Ich sah alle Tiere, die ich mir gewünscht hatte. Löwen, Elefanten, Zebras, sogar ein Gepard war dabei. Ein Nashorn hätte ich mir vielleicht noch gewünscht. Im Großen und Ganzen war ich trotzdem sehr zufrieden. Hier sind ein paar Bilder:

Um Kenia wirklich kennenzulernen, reichen drei Wochen natürlich nicht, deshalb war ich auch etwas traurig, als es schon vorbei war. Aber ich denke, ich habe einen Eindruck von einem Land bekommen, das mit Natur, Artenvielfalt und aufgeschlossenen Menschen besticht, allerdings mit Korruption, Arbeitslosigkeit und einem hohen Bevölkerungswachstum viele Probleme hat, die sich nach meinem ersten Eindruck nicht bessern.

Es ist komisch und fremd, wieder in Deutschland zu sein. Es ist komisch, jetzt zu realisieren, wie verwöhnt man hier in Deutschland doch eigentlich ist.

Leon

Zwischenseminar in Nairobi und Reise nach Uganda

Nach fünf Monaten in Kenia ging es für mich Anfang Februar nach Nairobi, wo eine Woche lang ein Zwischenseminar für Freiwillige aus Kenia und Uganda stattgefunden hat. Insgesamt waren wir 24 Freiwillige, von denen ich einige schon von Vorbereitungsseminaren in Deutschland kannte. Es war schön, Pauli, Judit und Kaddo (Katharina) wiederzusehen, die gemeinsam mit mir auf das Auslandsjahr vorbereitet wurden.

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Zurück in der Schule

Nach zwei Monaten Schulferien hat die Schule am 4. Januar 2017 endlich wieder begonnen. Ich unterrichte jeden Tag ein bis zwei Stunden Mathe in der 8. Klasse. Nachmittags mache ich oft Sport mit meinen Schülern, denn Anfang März beginnen die Schulturniere. Also bereite ich die Schüler auf das Fußball- und Volleyballturnier vor, in dem sie gegen die Mannschaften von Schulen aus der Umgebung antreten.

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Krismasi Njema- Frohe Weihnachten

Im letzten Monat ist bei mir relativ wenig passiert, deshalb melde ich mich erst jetzt wieder.

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Zusammenfassung der ersten Monate

Hallo, ihr Lieben,

seit fast drei Monaten bin ich schon in Kacheliba in Kenia.

Kacheliba liegt in einer Hochebene des Rift Valleys, des Ostafrikanischen Grabenbruchs. Die meisten Menschen hier gehören den Pokot an, einem von über 40 Völkern in Kenia. Die Pokot haben eine eigene Sprache (Pokot), die meisten sprechen aber auch Kiswahili und Englisch. Der Ort liegt zwischen einem Fluss, dem Suam und einem Berg, dem Mount Kacheliba. Den Berg habe ich einmal bestiegen, von dort aus kann man die gesamte Ebene bis nach Uganda hin überblicken. Dank des Flusses ist hier ein relativ fruchtbares Gebiet und trotz der 35-40°C, die tagsüber herrschen, wachsen hier verhältnismäßig viele Bäume. Jetzt hat aber die Trockenzeit angefangen, seit drei Wochen gab es keinen Tropfen Regen mehr und die Temperaturen steigen.

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Zwei Wochen in Amakuriat und Matany

Hey, es wird mal wieder Zeit, dass ich mich bei euch melde.

Am 13.10.2016 ist Bruder Friedbert Tremmel nach Kacheliba gekommen. Er selbst war lange Zeit als Missionar in Kenia und hat mich und die anderen „MaZler“ in Deutschland auf unsere Auslandseinsätze vorbereitet. Am Sonntag bin ich gemeinsam mit ihm und den Comboni-Missionaren aus Kacheliba nach Amakuriat gefahren.

Das ist ein Ort direkt an der Grenze zu Uganda. Von Kacheliba aus braucht man mit dem Auto fast drei Stunden, da die Straße in ziemlich schlechten Zustand ist und man durch mehr als 50 ausgetrocknete Flüsse fahren muss. In Amakuriat haben wir zwei Tage verbracht, in denen ich die Arbeit der Missionare dort kennengelernt habe. Außerdem hat mir Friedbert, der 9 Jahre in Amakuriat war, die Umgebung gezeigt und mich einigen Leuten vorgestellt.

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Dienstagmorgen, am 18.10.16, sind wir dann zu den Combonis in Matany (Uganda) gefahren, wo wir sehr herzlich aufgenommen wurden. In Matany sind momentan zwei deutsche Freiwillige: Carolin und Judit. Sie beide arbeiten in dem St. Kizito Hospital, das direkt neben der Mission liegt. Carolin habe ich schon einmal in Deutschland getroffen, sie arbeitet hier als Apothekerin. Judit und ich hatten gemeinsam die Vorbereitung auf unsere Freiwilligendienste, sie arbeitet im Krankenhaus als Assistentin auf der Geburtenstation. Genauere Informationen über Matany und ihre Arbeit möchte ich hier nicht schreiben, da Judit selbst auch bloggt. Ihre Einträge könnt ihr auch auf der Seite www.cosamaz.org unter „Judit Sendtner“ oder dem Stichwort „Uganda“ lesen.

Freitags ist Pauli gekommen, die mit Judit und mir auf das Auslandsjahr vorbereitet wurde. Sie ist in Alenga, einem kleinen Dorf im Zentrum Ugandas, ihren Blog lädt sie ebenfalls auf dieser Internetseite hoch (unter „Paulina Konle“ oder dem Stichwort „Uganda“). Gemeinsam haben wir uns dann ausgetauscht, wie es uns in unseren Einsätzen geht und was ähnlich an den Einsatzstellen, unserer Arbeit und unserem Leben ist. Friedbert konnte viele unserer Fragen und Probleme lösen, da er ja selbst jahrelang Erfahrungen in Ostafrika gesammelt hat. In den wenigen Wochen, die wir schon in Kenia/Uganda sind, haben wir uns scheinbar schon ziemlich ans Englisch sprechen gewöhnt, denn wir sind in unseren Unterhaltungen manchmal völlig unbemerkt vom Deutschen ins Englische gewechselt oder haben innerhalb der Sätze die Sprache gewechselt. z.B.: „see dich“ (Zitat: Pauli).

Die Zeit in Matany war echt schön und ich habe dort einige Anregungen bekommen, was ich in Kacheliba noch machen oder verbessern kann.

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Abendessen in Matany mit Judit, Carolin, Friedbert, Peter und Pauli (von links nach rechts)

Mittwoch, am 26.10.16, ging es dann wieder zurück nach Amakuriat. Dort war die Priesterweihe von Abraham, der in meinen ersten Wochen in Kenia auch in Kacheliba war. In den Tagen vor der Weihe gab es viel zu tun. Für die ca. 3.000 erwarteten Gäste ist kein Platz in der Kirche, also wurde auf einer freien Fläche eine Bühne aufgebaut, sodass jeder die Messe sehen kann. Außerdem musste das Essen (40 Ziegen, 500kg Kartoffeln, 500kg Kohl, 200kg Tomaten usw.) für alle Leute zu den 4 Schulen in der Nähe gebracht werden, wo dann für jeweils 700-800 Personen gekocht wurde.

Samstag, am 29.10.16, war die Priesterweihe, bei der der Bischof und mindestens 20 weitere Priester anwesend waren. Auch Judit, Carolin und zwei Combonis aus Amakuriat habe ich dort wieder getroffen. Die Ordination war echt interessant, da sie aber auf Kiswahili war, habe ich relativ wenig verstanden. Was mich wirklich gestört hat, war das Polizeiaufgebot. Natürlich sind 3000 Leute eine große Menge, aber schließlich sind sie ja friedlich für eine große Feier gekommen. Trotzdem wurden mehrere Absperrungen gemacht, die von Polizisten mit Maschinengewehren bewacht wurden. Am Sonntag hatte Abraham seine erste Messe, die er (auch in den Augen aller Priester) sehr gut gehalten hat. Am Nachmittag ging es für mich nach zwei anstrengenden, aber sehr schönen Wochen in Matany und Amakuriat wieder zurück nach Kacheliba.

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Am Tag der Ordination in Amakuriat

 Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal besonders bei Friedbert bedanken, der mir mit seinem Besuch und mit seinen Erfahrungen sehr geholfen hat und mir viel Kraft für die kommenden Monate gegeben hat. Außerdem danke ich Pater Günther und Pater Hubert sowie ihren Gemeinschaften in Matany und Amakuriat, dass sie mich dort so herzlich aufgenommen haben.

Viele Grüße,

euer Niko

Meine Arbeit in den Grundschulen Kachelibas

Hallo, ihr Lieben,

Seit ein paar Wochen arbeite ich in den beiden Grundschulen in Kacheliba. Zuerst möchte ich euch einmal die Schulsituation in Kenia erklären: Weiterlesen

Die Ersten Eindrücke aus Kenia

Hallo, meine Freunde, Habari yenu?

Ich bin vor rund drei Wochen, am 01.09.2016 am Flughafen in Nairobi in Kenia angekommen. In der Stadt habe ich einige Einkäufe für das kommende Jahr gemacht und mein Visum beantragt. Zwei Tage später bin ich dann gemeinsam mit zwei Comboni-Missionaren, Jemboy Caspis aus den Philippinen und John Bliss aus Ghana, nach Kacheliba gefahren. Der Ort liegt ganz im Westen des Landes im Gebiet West-Pokot, nahe der Grenze zu Uganda. Von Nairobi aus haben wir mit dem Auto für die ca. 600 Kilometer über 15 Stunden gebraucht.

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Warum möchte ich MaZ sein?

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Nikolai Füchte

Nachdem ich mein Abitur gemacht habe und nach 12 Jahren die Schule verlasse, brauche ich etwas Ruhe und Zeit abseits von dem Leben in Deutschland. Ich möchte mich auf diese Weise neu orientieren und den Weg zu mir selbst und zu Gott neu finden. Ich hoffe, dass ich mit meinem Auslandsjahr, fernab von dem hohen deutschen Lebensstandard, wieder die Dinge wertschätzen kann, die wir in Deutschland als selbstverständlich erachten. Mit meinem Einsatz in Kenia hoffe ich, wertvolle Erfahrungen für mein späteres Leben und Anregungen für meine berufliche Laufbahn zu bekommen.