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Eid Mubarak – Frohes Fest – mitten im Sommer

Einen lieben Gruß aus Emmaus meine Lieben 🙂

Ich habe in einem Blog schon mal erwähnt, dass wir die einzigen Christen, mit einer christlichen Familie und ein paar Franziskanern im Dorf sind: Nun war das größte Fest der Muslime:

„Das Fest des Fastenbrechens“: Das Ende des Fastenmonats Ramadan: „al’hamdulillah“ „Gott sei Dank“ und wie ich im letzten Blog geschrieben habe, fühlt es sich an wie Weihnachten… 🙂 So freuten wir uns mit Ihnen über ihre Freude 🙂

Die Mitarbeiterinnen teilten besondere Süßspeisen, Mamoul, aus und sind tief erfüllt mit, würde ich hier wieder diesen Vergleich anstellen,… weihnachtlicher Freude. Sie bekamen von den Schwestern Geschenke. Wir wünschten ihnen „Eid Mubarak“ ein gesegnetes Fest oder „Kol’am wu inti salmi.“ (Ich weiß leider nicht, wie man das richtig schreibt )

Ausschlaggebend für den Beginn bzw. für das Ende des Ramadans ist jeweils die Sichtung der Mondsichel. Dies wird auch von der Wissenschaft genau berechnet und dann offiziell bekannt gegeben. Am Freitag dem 15. Juni war es soweit, am Vorabend bei Sonnenuntergang ca. 20.00 Uhr wurde in der Moschee der Festtag für den nächsten Tag angekündigt. Es war ja nicht sicher, ob der „Haupt“ – Festtag am 14., 15. oder vielleicht erst am 16. Juni ist. Mit den ständigen melodischen Ausrufen „Gott ist der Größte“ (Allah‘hu akbar – Gott ist größer- heißt es wörtlich übersetzt). Ein sehr schönes Glaubenszeugnis an den einen allmächtigen Gott.

Auch der Ordensgründer der Salvatorianerinnen und Salvatorianer schreibt in seinem geistlichen Tagebuch:

„Alles zur größeren Ehre Gottes“ So haben wir doch so viel gemeinsam und gehen in eine Richtung…

Die arabische Sprache fasziniert mich sehr, um noch ein solches melodisches Beispiel zu nennen. Wenn man den Bewohnerinnen hilft, ist immer die Antwort:“ Salah mi ydeki“ –  „Gott segne deine Hände.“ Und die Antwort dazu ist oft, wie fast bei allem „Inshallah!“ – „So Gott will“…

An den Festtagen, hatten die arabischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frei. Am „Hauptfesttag“ (ein Familienfesttag) und die weiteren zwei bzw. drei Tage sind Besuchstage bei Verwandten und Freunden, bei denen besonders die Süßspeise „Mamoul“ auch mitgebracht und gereicht wird. Wahrscheinlich habe ich es in einem Blog schon erwähnt, Essen spielt hier in der Kultur eine ganz wichtige Rolle. Ist man irgendwo eingeladen, gibt es Essen und es wird als unhöflich erachtet, etwas nicht anzunehmen. So kam an den Tagen auch viel Besuch zu den Bewohnerinnen, die Verwandte haben. Da kommt es schon vor, dass die eine oder andere Familie mit Kochtöpfen voll Essen kommen und auch an die anderen Bewohnerinnen Essen ausgeteilt wird. Dies ist manchmal doch sehr herausfordernd, da es die eine oder andere Diabetikerin gibt.

Am Festtag gab es für die Bewohnerinnen ein besonderes arabisches Gericht. Hühnchen mit Zwiebeln auf Tabunbrot und als Nachspeise Eis. Ganz klar, eine Österreicherin schafft es nicht so ganz arabisch, aber dank der Vorbereitungen vom Koch, haben sie sehr gut gegessen. An diesem Tag übte ich mein Hobby (kochen) ganz erfreulich aus und kochte auch für die Volontärinnen und Schwestern: Brathuhn, Reis, Paradeisersalat (aus Healthy’s Garten -> wieder ein Hinweis auf die Zeitung der Emmaus Wege) und natürlich an EAPFE-Salat…

Im’sachan

Grillhendl

Am Abend wollte ich Zwetschkenknödel machen, doch TOPFEN? Wie soll man den ersetzen? Joghurt, zu flüssig, auch Labanah zu flüssig, etwas Rahmartiges, auch nicht das Richtige… Dann war es zu viel Mehl… Man musste schlussendlich halt gut kauen… Aber… ich werde noch das richtige Milchprodukt finden…. Vielleicht werden es dann keine „Möhdotschn“ mehr. Am Abend fiel mir ein Gebet der hl. Theresa von Avilá in die Hände; Sie schrieb einmal an ihre Mitschwestern:

„Vorwärts, meine Töchter, nur keine Verzweiflung, wenn das Gebot des Gehorsam von euch verlangt, dass ihr euch mit weltlichen Dingen befasst. Wenn es Küchenarbeit sein sollte, dann müsst ihr wissen, dass der Herr auch mitten unter den Kochtöpfen zu finden ist.“ Hihi auch wenns „Möhdotschn“ werden hihi ^^

Meine Lieben einen nun heißen Gruß aus Emmaus und alles Liebe bis bald; Hoffentlich mit einem Foto von Zwetschkenknödeln 2.0

Alles Liebe Verena

in Action 🙂

EmmausWege im Garten

 

Pessach, Ostern, Ramadan („heilige Zeiten“ im hl. Land…)

RAMADAN:

Ich schau auf die Uhr, es ist 2.30 Uhr oder schon 3.00 Uhr, der Trommler geht durchs Dorf und weckt zum Gebet. Ein wenig später, hört man das Morgengebet aus der Moschee. Es ist Ramadan eine heilige Zeit für die Muslima und Muslime. In den ersten Tagen ist die eingekehrte Ruhe, !während des Tages! deutlich spürbar. Man hat das Gefühl, es ist alles etwas heruntergefahren.

Es war an einem Freitag Vormittag, als ich mit Olah im Garten spazierte

(ach ja ein wichtiger Hinweis, ich durfte wieder bei den EMMAUS-WEGEN (HAUSZEITUNG) mitwirken 🙂  hier der Link zur ONLINE Version https://www.dvhl.de/beit-emmaus-hf6kn viel Spaß beim Lesen…)

…als ich mit Olah spazierte, es war 9.30 Uhr, kein Auto war auf der Straße zu hören. Die Vögel hörte man zwitschern. Es war ganz ruhig. Ist doch klar, hier wird die Nacht zum Tag und der Tag zur Nacht. Für uns ist der Begriff des Fastens leider oft etwas abgeflaut, oder eher zu einer „Modeerscheinung“ geworden, doch für die Muslima und Muslime, ist es eine „heilige Handlung“. Ab Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang wird gefastet. (Also ca. 5.30 Uhr bis 19.45 Uhr). Es wird immer mit einem Gebet eingeführt und abends wird eine Stunde lange aus dem Koran rezitiert. Danach beginnt das Leben auf den Straßen. Es wird ab nachmittags auf den Straßen geschlachtet, gekocht und Essen vorbereitet und verkauft. (JEDEN ABEND). In der Nacht ist laute Musik, und viel LEBEN hörbar.

Ich habe besonders großen Respekt vor den Frauen, die hier arbeiten. Sie bereiten früh morgens, nachdem der Trommler im Dorf „aufweckt“, 3 UHR! das Frühstück für die Familie, gehen zum Beten und dann zum Arbeiten. Nach der Arbeit bereiten sie für den Abend das Essen vor, beten und leben sozusagen in der Nacht, und das für ein ganzes Monat. Jedoch wollen sich die meisten nicht ankennen lassen, dass sie fasten, oder eigentlich einfach nur schlafen wollen. Sie sagen, es ist eine heilige Zeit und sie lernen von Kind auf, wie man fastet und dabei innerlich frei wird und nur für Gott da ist.

Natürlich wird auch Rücksicht genommen und von den Tätigkeiten etwas zurückgeschraubt, und wenn etwas nicht funktionieren sollte, ist die Antwort einfach: Ramadan… dennoch: Es ist für sie eine HEILIGE ZEIT im heiligen LAND.

Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist es Almosen zu geben. So wird gerade auch in dieser Zeit für die Bewohnerinnen z.B.: Essen, Lebensmittel usw. geschenkt.

So LEBE ich hier im Alltag des Geschehens und lerne mit großem Respekt, die „Heiligkeiten der Religionen“ kennen. Nun, bald ist das Fest und es wird vorbereitet, innerlich und äußerlich. Die Moschee ist besonders schön mit Lichterketten geschmückt und es ist einfach eine Freude, sich so mitzufreuen, wie sich die Leute hier zu Weihnachten mit uns gefreut haben. Würde ich es mit etwas vergleichen wollen: würde ich sagen:

ES ist bald WEIHNACHTEN hihi ^^

Hier ein paar Eindrücke, dabei denke ich an das Lied:

„Jerusalem, Jerusalem leg‘ dein Gewand der Trauer ab.“

Jerusalem, Jerusalem

Meine Lieben, ein kurzer aber LEBENS…REICHER Eintrag

Eure Verena

Noel 🙂 ist über 25 Jahre hier in Emmaus 🙂

Problematik Müll

Wohin damit?

Das gibt es auch.

Man(n) wird kreativ…

Ostern in EMMAUS: Die LIEBE, ein Geschenk zum Auspacken…

Das heilige Land. Es ist einfach „anders“. Wie ich im letzen Blog begonnen habe:

Es ist das Land, wo der Freitag ein Feiertag, der Samstag ein Feiertag, der Sonntag ein Sonntag und Arbeitstag ist. Viele verschiedene Kulturen und Menschen treffen hier aufeinander. Die vielen Pilger und suchenden Menschen die von allen Kontinente, ins heilige Land kommen, um die Identität ihrer Religion zu erkunden und zu er-spüre?Besonders an den verschiedenen Festtagen (jetzt zu Pessach und im Mai der Ramadan) scheint es, als komme die ganze Welt in diesem Land zusammen. (Verkehr…) Doch nicht nur an den Menschen ist dieses „anders“ – sein sichtbar.
In der Natur und der Landschaft, sowie den Temperaturunterschieden ist es sehr erkenntlich. Der Schnee am Hermon und die heißen Temperaturen im Süden des Landes. Warum sich Gott wohl dieses Land als sein Land ausgesucht hat?
Diese Frage stellte ich mir hier in Emmaus, doch wenn man bei diesen Dinge stehen bleibt, um zu verstehen, ergeht es mir wahrscheinlich ähnlich wie den Jüngern die nach Emmaus unterwegs waren. „Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten.“ (Lk. 24,16)

Die Salvatorianerinnen öffnen hier seit Jahrzehnten, die Augen für andere Dinge. Die uns Jesus immer wieder in seinen Auferstehungsbotschaften zusagt. Sowie Frére Roger sagte:

“ Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast. Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.“

Die Auferstehungsbotschaft die hier in Beit Emmaus im allTÄGLICHEN gelebt wird, die Liebe die ALLEN Menschen geschenkt wird und die Dankbarkeit die Kreise zieht. Für mich ist das Leben hier ein Beispiel, der Entgegensteuerung der Gleichgültigkeit im konkreten Handeln von heute. Ich denke auch, dass die Aufmerksamkeit der Gleichgültigkeit zu geben, die Wüstenzeiten von heute sind. Besonders in diesem so „anderem Land“ mit so vielen Gegensätzen und Barrieren die überwunden werden müssen, erfordert dieses Steuern, Mut, Energie, Ausdauer und Bestand.
Jesus sagt es uns in seinen Botschaften immer wieder neu, es gilt die Liebe weiterzuschenken, die Hingabe zu Gott, die Hingabe zu sich und die Hingabe an den Nächsten und so den Glauben authentisch zu leben. Dieses „authentisch sein“ ergibt das gute Miteinander in den so verschiedenen Kulturen. Um es mit einem alltäglichen Beispiel deutlich zu machen, wenn uns die muslimischen MitarbeiterInnen auf der Station aufmerksam machen, dass es Zeit für die „Holy Mass“ ist; wir mit den Frauen die christlichen sowie die muslimischen Feiertage feiern; wir uns an den Feiertagen gegenseitig vertreten und beglückwünschen. Es ist ein Zeichen der Dankbarkeit und des Glaubens. Es wird nicht gesprochen, welche Religion man angehört, es wird gesprochen wie wir und WAS wir Leben.

Es war für mich ein sehr berührendes Erlebnis, als eine Mitarbeiterin bei unserem Nachmittagsspaziergang mit den „Habibdies“ (arab. Liebling) plötzlich stoppte und fragte ob ich nur zwei Minuten warten könnte, sie müsse beten. Wir tauschten uns danach noch aus, in welcher Art und Weise wir beten; so wurde für mich nochmals deutlich, wir beten ALLE zu dem EINEN liebenden Gott. Jeder auf seine ART und WEISE…

Meine Lieben, das soll eine „andere“ Nachricht aus dem heiligen Land sein. Es eine sehr besondere Zeit hier in EMMAUS und ich bin GOTT unendlich dankbar, hier in dem Land JESU zu sein und diese Zeit mitzuleben-mitzubeten- und mitzuarbeiten…

Ich wünsche uns ALLEN, dass WIR der Gleichgültigkeit auf dieser WELT, jeder auf seine Art und Weise, entgegen steuern können.

Alles Gute und Gottes Segen aus dem hl. Land,
segensreiche Kartage und ein frohes Fest der Auferstehung…

… und sie sagten es weiter…

„ALL we need is LOVE <3“

EURE
Verena Maria 🙂

Weihnachten aus dieser „anderen“ Sicht

JA… so ist auch das Land, „anders“:

Da, wo der Freitag ein Feiertag, der Samstag ein Feiertag, der Sonntag ein Sonntag und Arbeitstag ist.

Kurzes Update: … Weihnachten im Leben…

Weihnachten im heiligen Land, ein besonderes und „anderes“ Erlebnis. Wir konnten zu Weihnachten Bethlehem besuchen, welch ein Segen… 🙂

So sieht es zu Weihnachten in Bethlehem aus…

Weihnachten in Bethlehem

… „anders!“ würden wir sagen.

Es war ein wunderschöner Tag, in welcher Art und Weise im „heiligen Land“ von den Einheimischen Weihnachten be-gangen wird. An dieser Stelle, kann ich noch ein schönes Erlebnis hervorheben: Wir waren am Checkpoint angekommen, wie immer passieren wir bedacht den Checkpoint, da kommt uns ein strahlendes Lächeln einer jungen Soldatin (noch keine 20 Jahre) und ein fröhliches: „Merry Christmas!“ entgegen.

Den Weihnachtsabend erlebten wir dann in Emmaus. Wir bekamen Besuch von einem Priester aus Österreich und haben gemeinsam in der Hausgemeinschaft Weihnachten gefeiert. Mit einem wunderschönen, sehr berührenden Gottesdienst, einem wundervollen Mahl und einer kreativen Bescherung, wo das „Wichteln“ aufgelöst wurde. Den Weihnachtsabend ließen wir dann noch sehr lange ausklingen. Ich fand es sehr besonders, dass wir an den folgenden Tagen sehr viele Weihnachtsbesuche von muslimischen MitarbeiterInnen und ihren Familien, Freunden des Hauses bekamen. Es war sehr schön zu sehen, wie sich ALLE mit uns mitfreuten.

Ein besonderes Erlebnis waren für mich auch die Tage auf der Station, wo wir dann auch noch beglückwunscht wurden. Ich denke, dieses Miteinander hat das Weihnachtsfest ganz besonders gemacht.

Sternsingen #untereinemgutenStern

Eines abends, als wir beim Abendessen in der Hausgemeinschaft saßen, erzählten die Schwestern von Volontären, die in Jerusalem Sternsingen waren. So fragten wir Volontäre gleich nach den Gewändern. Schwester Benigna, die alle Schätze aufbewahrt, zeigte uns die wunderschönen Kleider, die eine ehemalige Volontärin selbst genäht hatte. Ich hatte noch Lieder im Kopf, die ich aus meiner „Sternsinger-Karriere“ kannte… Wir studierten einige ein und schon waren wir wieder in der vertrauten Rolle eines Sternsingers, dessen Tätigkeit ich sehr lange und liebend gerne in der Pfarre gemacht und begleitet habe. Doch mit dem kleinen Unterschied, dass es dieses Jahr im Heiligen Land war. Zu der Frage, welche Summe wir sammelten und wie viele Haushalte wir besuchten? Wir sammelten kein Geld, wir verteilten Schokolade an die Frauen und wir gingen im Beit Emmaus (Haus Emmaus) und im Garten zu den Mitarbeitern und sangen für sie. Auf der Pflegestation sangen, tanzten und trommelten wir mit den Frauen, wie es in dieser Kultur üblich ist. Es war ein besonderes „STERN-singen“ MIT den Kulturen. Ganz NAHE am Geschehen, als KönigInnen verkleidet, UNTER EINEM GUTEN STERN.

In diesem Sinne auch noch jetzt im Februar, wünsche ich ALLEN Sternsingern/Innen und Begleiter/Innen Gottes Segen auf IHREM Weg und DANKE FÜR EUER Engagement und danke den vielen Menschen, die „to the Kings listen“ helfen wir denen die es nötig haben… #20CasperMelchiorBalthasar18

Fasching, die Zeit der Narren…

Natürlich haben wir auch mit den Bewohnerinnen Fasching gefeiert. Hüte und Süßigkeiten ausgeteilt und mit Lippenstift Herzen aufgemalt „All you need is LOVE“ und mit allen unsere Freude geteilt.

In diesem Sinne wünsche ich Euch…Eine gute Fastenzeit und bis  bald…

„ALL WE NEED IS LOVE <3”

LG Verena

Ein Lichterweg des Friedens in Emmaus…LEBEN…

Meine LIEBEN

Ich sende Euch liebste weihnachtliche Grüße aus dem „heiligen Land“. 🙂

Damals: Maria, sie soll einen Sohn gebären. Sie hat aber keine Ahnung wie das geschehen soll, sollte sie alleinerziehende Mutter sein? – Sie sagt ein JA und Vertraut. Josef, ihr Verlobter, wollte sich heimlich davon machen, im Traum erfährt er von einem Engel bei Maria zu bleiben? Bildet er sich alles nur ein?- Er sagt JA und Vertraut.

Die „heilige Familie“ ist auf dem Weg… Sie finden keine Unterkunft und sie werden von den Leuten abgelehnt… Sie kommen zu einem STALL. In eine Krippe auf Stroh wird das Baby gelegt. Das sind ärmliche Verhältnisse, in denen Jesus sein Mensch-SEIN startet.

Heute… Negative Schlagzeilen überfluten die Medien und UNS? Was ist hier los, gibt es zu damals eine Verbindung?  Statements findet ihr zu genüge…  Ich werde euch über DAS LEBEN hier schreiben…

Im letzen Eintrag schrieb ich über das „heilige“ Land. Es war ein möglicher Versuch das Wort „heilig“ zu beschreiben. Jesus sagt:“ Ich bin gekommen damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“ Joh. 10,10 Eine große HerausFORDERUNG an uns?

Diese Story von der Geburt Jesu, …Weihnachten… damals und die Verbindung von der heutigen Situation im Land, bringt mich besonders in dieser Zeit und doch in diesem „besonderen“ Land zum Um-denken. Wir leben hier mit ALLEN und in ALLEM gut. Wir hatten im Advent eine wunderschöne Nikolausfeier mit ALLEN Mitarbeitern und Bewohnern. Unser Hausmeister war der Nikolaus, er verteilte an ALLE Frauen Süßigkeiten und gute Worte.

Am dritten Adventswochenende veranstalteten wir für Volontäre einen „Abend der 1001 Lichter“. Es war ein besinnlicher Abend mit einem „Lichterweg des Friedens“. Wir zeigten in verschiedene Stationen die Unterschiedlichkeiten des Landes, in der Bibel und in UNS, im Bezug auf Frieden, auf. Es war ein sehr berührender Abend, der mit einem Taizégebet und einem gemütlichen Beisammensein ausklang. Wir haben in Emmaus täglich sehr berührende und besinnliche Gebete und Gottesdienste. Natürlich hat mich heuer wieder das Backfieber gepackt und ich durfte Weihnachtsbäckerei machen. (Liebe Nina, ich muss dich hier speziell erwähnen, ich habe dabei sehr oft an dich gedacht).

Wir feierten den Geburtstag von Wahrde, einer Patientin, begrüßten neue Studentinnen, die hier in Emmaus in der Pflegestation ihr Praktikum absolvieren und freuen uns nun schon auf die Weihnachtstage und die nächsten Gäste.

Das Wetter ist sehr frühlingshaft wo Krokus, Gänseblümchen und Narzissen blühen. Eigentlich sollte es in dieser Jahreszeit regnen. So stellt hier der große Wassermangel ein großes Problem dar. Die Weihnachtstage sind hier im Land für uns Christen besondere Tage.

Mit diesen Grüßen verbleibe ich und wünsche Euch ALLEN ein gesegnetes, frohes und vor allem besinnliches Weihnachtsfest. Ein Fest, dass uns erinnern soll, dass JESUS Mensch wurde und er gekommen ist, um zu bleiben 🙂 und zu SEIN, in uns. Ich bitte Sie/Euch um Euer Gebet, besonders für das ganze Land, die Menschen und alles DRUM HERUM…

…LICHTERWEG des FRIEDENS…

„LIEBE und TU was DU willst…“

Eure Verena

Das „heilige“ Land…

Einen lieben Gruß aus Emmaus. Seit dem letzen Eintrag hat sich hier natürlich seeeehr viel getan. Der letzte Blogeintrag ist ja auch einige Zeit her. 😊 Der erste richtige Regen ist diese Woche bereits gefallen. „Hamdulillah“ ( arab. Gott sei Dank). Schon langsam kehrt der Herbst ein. Die Olivenernte ist voll im Gange. Die Oliven für die nächsten Jahre wurden bereits eingelegt und haltbar gemacht. Diese Art von Haltbarmachung ist ein altes Familienrezept. Das erste Olivenöl wurde auch bereits gepresst und verkostet: Incredible, natürlich. Die Ernte war und ist ein reicher Segen. 😊

Das Wunder der Natur!

Einige Gedanken zum heiligen Land: Was heißt „heilig“? Für mich stellt sich oft die Frage, warum wurde wohl dieses Land als SEIN Land erwählt? Es finden sich täglich neue Antworten auf solche Fragen, ob ich die Landschaft, die Wüste, das Tote Meer oder die unterschiedlichen Kulturen hier auf diesem Stückchen der Schöpfung sehe. Besonders im Alltag, in den kleinsten alltäglichen Dingen des Lebens, ist es erkenntlich, dass es „heilig – besonders – ganz“ ist. Eine sehr schöne Definition hat mich hier im heiligen Land an den Tourismus gewöhnen lassen. Es ist DAS Land, in dem Jesus gelebt-gewirkt-geheilt… usw. hat, ob er auf diesem oder jenen Stein gesessen hat… doesn’t matter… 🙂 ER ist und war IMMER DA!

Beit Emmaus ist ein gesegneter Ort mit sooo vielen Schätzen, da kann man doch nur von einem Wunder schreiben. Ich bin täglich fasziniert von der Schöpfung, als Natur-Mensch (Eapfe 😉) und auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen; natürlich noch mehr. Besonders erstaunt bin ich über das Wachstum der Früchte, Blumen, Oliven mit nur so wenig Wasser. Außerdem bin ich immer wieder von den unterschiedlichen Techniken von Düngung usw. fasziniert. Da kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr raus und sieht das Wunder Natur wieder aus einer ganz anderen Perspektive. Wie Andrea, aus Deutschland die „Memory – Forschung“ auf der Pflegestation für ein Monat betrieb meinte:  Perspektiven-wechsel…

Perspektiven-wechsel

In meinem letzten Blogeintrag habe ich von der Liebe im LEBEN geschrieben. Genau so schätze ich auch die Menschen hier. Die Arbeit mit den Menschen in der Pflege bereichert mich von Tag zu Tag und von Begegnung zu Begegnung aufs Neue. What else? 😊 Bei den Bewohnerinnen, in der Gemeinschaft mit den Schwestern und den Volontär*innen, sowie bei den arababischen Kolleginnen. Es ist ein Geben und Empfangen. Ich könnte von so vielen Dingen erzählen. Es ist LEBEN hier: ein Kommen und Gehen.

Die Studentinnen aus Deutschland, die auf der Pflegestation ihr Praktikum absolviert haben, die Volontär*innen, die wieder nach Hause geflogen sind und die neuen Volontär*innen. Besonders schön fand ich es, als wir Besuch von  einer ehemaligen Volontärin bekommen haben. Sie war vor 30 Jahren in Beit Emmaus tätig.

Ein Kommen und Gehen

Stickereien

In den letzen Wochen sind zwei ältere Bewohnerinnen verstorben. Allah yarhamha! Es waren sehr neue, aber sehr schöne Erfahrungen, die ich machen durfte. Ein weiteres interessantes Erlebnis, sind die Begegnungen mit den Reisegruppen, die uns ab und zu besuchen. Es bedarf einer besonderen Organisation. Doch, God thanks, everything is (anyhow) possible… Natürlich erleben wir hier tagtäglich noch mehr. 😉 Ein erlebnisreiches LEBEN… 🙂

Bei den Gruppen darf ich dann in unserem Shop beim Verkauf, von Produkten aus dem heiligen Land und von den wundervollen Stickereien -ein Projekt für Frauen vom Lande- mithelfen. Der Erlös wird wiederum für soziale Projekte vor Ort verwendet. Eine sehr schöne und SINN-volle Sache.

Meine Lieben, ich hoffe Euch geht es soweit gut, ich freue mich von Euch zu hören und ich sende Euch LIEBE und gesegnete Grüße aus Emmaus.

Eure Verena 🙂

„Ein-STEIN von viiiielen SEIN…“

Steine

Eure HASI, EAPFE… 🙂

Von der LIEBE im LEBEN begleitet…

Im letzten Blog habe ich von meiner Ankunft berichtet. Nun ist ein sehr bunter „All-tag“ eingekehrt. Das Wort Alltag wird oft sehr negativ assoziiert. Hier ist es sehr wichtig für die Bewohnerinnen. Es gibt Sicherheit und Halt, einen geregelten Ablauf leben zu können.

Die Bewohnerinnen, wen und was meine ich hier überhaupt?

Dienstag 04.30 Uhr, durch das geöffnete Fenster kommt eine kühle Brise, es ist ein sanftes Erwachen, durch die Klänge aus der Moschee im Dorf. Das Morgengebet wird hier bei Sonnenaufgang gebetet. Da weiß ich, ich kann noch ein wenig schlafen. Um 6.00 Uhr werde ich dann von dem Glockenklang aus der Emmauskirche geweckt, die Vögel versuchen diesen Klang immer zu übertönen. 🙂

Morgengebet

Um 6.30 Uhr beten wir in der Hauskapelle, das gemeinsame Morgengebet. Die Kraftportion für den ganzen Tag. Danach gibt es ein köstliches Frühstück.

Um 7.30 Uhr startet der Arbeitstag. Wir beginnen ihn immer mit einem Meeting, einem Bericht der Nachtschicht. Ach ja, was heißt wir: Das sind die arabischen Mitarbeiterinnen, Schwestern und Volontärinnen.

Nun gibt es Frühstück für die Habibdis (die Bewohnerinnen) und danach geht es an die erste Runde der Morgenhygiene. Am Vormittag geht es ab in den Garten oder zu einem langen Spaziergang im Gartengelände. Für die mobilen Frauen ist es ein Genuss am noch etwas angenehmeren Vormittag, vor der großen Hitze, durch den wundervollen gepflegten Garten unter den Olivenbäumen zu spazieren. Da erlebt man oft so manches Abenteuer und Erlebnis oder es ergibt sich ein Gespräch, bei dem das Zuhören eine ganz wichtige Rolle spielt. Noch verstehe ich nicht viel von der Sprache, aber für die Frauen ist es einfach wichtig, dass man ihnen zuhört. Es ist ein gemeinsames Lachen, Weinen, Spielen… LEBEN eben. 😊

Spaziergang am Vormittag

Nun geht es für uns MitarbeiterInnen in die Pause. Die Pausengespräche, bei Kaffee, manchmal auch arabischen Kaffee und Keksen, gehen über „Gott und die Welt“ und natürlich über unsere doch verschiedenen Kulturen, wo wir doch alle gleich sind und immer wieder auf Gemeinsamkeiten stoßen. Es sind sehr interessante Gespräche und immer ein Austausch. Natürlich ergibt sich in der Pause auch immer die Gelegenheit, ein paar neue Vokabeln zu üben.

Danach werden unsere Habibdis mit dem Mittagessen versorgt, um sie für die Siesta oder Freizeit vorzubereiten. Die Glocke zum gemeinsamen Mittagessen mit der Gemeinschaft läutet, so ist es nun auch für uns Zeit.

Zu meinem Lieblingsgericht habe ich hier, den hausgemachten Humus, die Oliven aus dem Garten, Falaffel und das Pitabrot gemacht. Das Essen hier, ist täglich ein Genuss und ein Augenschmaus. Außerdem sind wir hier reich gesegnet mit Früchten. Wobei ich mir die Frage stelle, wie um Himmelswillen 🙂 es möglich ist, dass solch ein wundervolles Geschenk an Früchten, bei so wenig Wasser, möglich ist. Ein spezieller Ort eben ;-).

Das Auge isst hier immer mit.

Danach heißt es auch für uns ein wenig ausruhen. Das ist jetzt bei den warmen  😉Temperaturen ein richtiger Segen. Am Nachmittag geht es zur Freizeitgestaltung. Die Habibdis sind sehr kreativ. Fatima die für ihr Leben gerne malt. Neeh ma die immer alle und überall anweist. Der Boss der Crew. Sie zeigt ihren Mitbewohnerinnen, mit viel Geduld, wie man schöne Halsketten bastelt. Das lieben fast alle Damen und es entstehen geradezu Kunstwerke. Suad die alle Kügelchen am Boden aufsammelt. Tamani die Lego liebt. Margo die ihr Bild steckt und viele mehr, so hat jeder seine Vorlieben. Ein ganz besonderes Erlebnis war die Geburtstagsparty von Margo.

 

Bei einigen Frauen, ist kein Geburtsdatum bekannt, so feiern wir auch diese Geburtstage an einem beliebigen Tag. Es gab Eis und es wurde viel getanzt. Ich hab sogar eine Showeinlage, ihr kennt mich ja, wie könnte ich anders 😉geliefert, also sagen wir ich habe es versucht „Schuhplattln“. Die Bewohnerinnen hatten sehr viel Spaß, als sie mich herumhüpfen sahen. Da bekam die eine oder andere einen Lachkrampf. 😊

Der Tag neigt sich nun dem Ende zu, und die Bewohnerinnen bekommen Abendessen und werden für das Bett fertig gemacht. Danach gibt es wieder ein kurzes Meeting und die Übergabe an den Nachtdienst. Nun geht es auch für uns an das Ende des Tages, zum gemeinsamen Abendgebet oder zum Gottesdienst.

Zur Gemeinschaft, dem Grundstock des Hauses: 😊

Die Gemeinschaft hier, ist sehr international. Kongo, Sri Lanka, Philippinen, Schweiz, Südtirol, Österreich ein Erlebnis, jedes Gebet und jeder Gottesdienst. Zu den Gottesdiensten kommen manchmal auch Besucher und ein paar der christlichen Bewohnerinnen. Der Gottesdienst wird so in mehreren Sprachen gefeiert und ist doch nie fremd. Diese Gebetszeiten schätze ich sehr, den Tag, wie er war zurückzugeben und Gott zu überlassen, mit ALLEM erlebten.

Danach geht es zum gemeinsamen Abendessen und zusammensitzen. Wir erzählen uns vom Erlebten und tauschen auch hier einfach unser LEBEN aus.

Wie ich anfangs geschrieben habe, ist es für die Bewohnerinnen ein sehr geregelter Ablauf. Dabei muss man auch die Bewohnerinnen verstehen, warum sie diesen Ablauf brauchen. Sie sind unterschiedlicher Verfassung. Es sind einige ältere, bettlägrige Frauen. Jüngere Frauen mit einer körperlichen und/oder geistigen Beeinträchtigung. Bei vielen kennt man die Vorgeschichten nicht bzw. welche Beeinträchtigung sie wirklich haben. Es sind oft sehr traurige Geschichte, die die Menschen natürlich sehr prägt. Doch mit dieser Liebe, die die Frauen hier erleben und die jeder versucht zu geben (HABIBDIS – Liebling) wachsen sie und natürlich wir, täglich.

Es ist ein Geben und ein Nehmen. Es geschehen hier an diesem sehr biblischen Emmaus, sozusagen auch solche Auferstehungserlebnisse. Manchmal kommen auch Reisegruppen zu Besuch. Dabei darf ich auch immer Mithelfen. Das ist immer eine sehr nette Begegnung mit sehr unterschiedlichen Menschen.

Nach einem Gespräch mit einer Studentengruppe des Theologischen Studienjahres, die uns besucht hat, zitiere ich von der Leitung des Beit Emmaus, Schwester Hildegard folgendes Erlebnis:

ALL we need is LOVE

“Eine der Bewohnerinnen, konnte nicht sprechen, man nahm auch an, dass sie es nie lernen würde, doch eines Tages begann sie, wie aus heiterem Himmel, sozusagen.. 😉 zu sprechen, sie kannte alle Namen der Mitarbeiter, der Bewohner, sie sprach plötzlich, das war wie ein Auferstehungserlebnis hier in Emmaus.“

Dem lässt sich nichts mehr hinzufügen… 😉

Das war jetzt ein kleiner Einblick, in mein Leben hier, über die anderen Aufgaben, berichte ich euch das nächste mal. Ich freue mich auf Eure Kommentare und bitte Euch um Euer Gebet, besonders für ALLE Menschen hier.

Eure Verena (Vera, Hasi, Eapfe, Haselmann… 😉)

Meine ersten Eindrücke: Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe… Emmaus

Hey, meine Lieben 🙂

Wie ich im ersten Blogeintrag geschrieben habe, habe ich versprochen, bereits von meiner ersten Woche bzw. von der lehr-reichen Reise bis hierher zu berichten. Am Weg vom Flughafen zum „Nursing Home“ Beit Emmaus, wie das Pflegeheim genannt wird, hatten wir eine Autopanne. So standen wir mitten im, für mich irgendwo…, nichts ging mehr. Wir standen etwas ratlos vor dem nächsten Dorf, und sofort hielt ein Auto und wir wurden gleich gefragt, ob wir Hilfe benötigten. Schwester Hildegard ist nun bereits seit 16 Jahren hier und kennt natürlich die Leute, da kam noch der Arzt des Dorfes dazu, die Leuten hielten hier einfach und behoben das Problem, sodass wir nach Hause fahren konnten. Ich spürte regelrecht die Hilfsbereitschaft und den Einsatz der Palästinenser, es war so ein sehr schönes Ankommen in Emmaus.

So ging dieses Gefühl weiter, bereits am nächsten Tag lernte ich einige der Schwestern kennen und ich hatte einige Tage, hier gut anzukommen. In den ersten Arbeitstagen ging dieses Gefühl der Hilfsbereitschaft weiter. Ich lernte die arabischen Mitarbeiterinnen des Hauses kennen. Ich bin nun im Pflegebereich tätig. Natürlich ist für mich sehr viel Neues dabei, sagen wir ziemlich alles ist neu :).

Im „Beit Emmaus“ (Haus Emmaus) leben zurzeit 34 pflegebedürftige Frauen. Die Frauen sind unterschiedlicher Glaubenskonfessionen (Muslime und Christen) und unterschiedlichen Alters. Man wird immer mit „Habibdi“ angesprochen, was so viel wie „Liebling“, bedeutet. Dieses Wort „Habibdi“ ist kein leeres Wort, sondern wird täglich im Alltag angewendet, umgesetzt und gelebt. Gerade das macht das Leben sehr vielfältig und bunt hier in Emmaus. Es wird so viel Hilfe und Liebe untereinander und füreinander gelebt. Die Frauen, die beim Gehen beeinträchtigt sind, werden von anderen Frauen unterstützt oder mit Getränken versorgt. Natürlich kann ich hier nicht alles Erlebte niederschreiben. 🙂

Es ist einfach sehr schön zu sehen, mit welcher Behutsamkeit und Achtsamkeit hier gelebt wird. Das christliche „Beit Emmaus“ wird von den Salvatorianerinnen geleitet (übrigens sind die Gemeinschaft sowie eine Familie die einzigen Christen im Dorf). Es ist hier Platz für jeden. Es wird nie von Religion gesprochen, sondern es wird gelebt. Obwohl die Situation in dieser Gegend für die Leute natürlich sehr sehr schwierig ist, doch es verbindet die Leute untereinander und miteinander. Ich habe hier in Emmaus einfach das Gefühl, dass dieser Respekt dem Anderen gegenüber gezeigt und geLEBT wird. Nächstenliebe spürbar gemacht wird. So funktioniert auch gutes Zusammenleben, das wünsche ich uns allen. Besonders wurde mir das bewusst, als ich das erste mal das Morgengebet des Muezzin bei Sonnenaufgang hörte und dann um sechs Uhr die Kirchenglocken der Franziskanerkirche im Dorf, oder als wir bei Hochzeiten und Trauerfeiern eingeladen wurden. Es ist ein mitEINANDER.

Nach der ersten Arbeitswoche standen meine freien Tage an. Diese zweite Woche starteten wir mit einer Fahrt zum See Genesareth, um die Gegend zu erkunden und Mangos 🙂 „happy fresh Mangos“ zu pflücken. Eine schweißtreibende Arbeit bei 44 °C. 🙂 Die Heimfahrt holte uns wieder, mit einem anderen Auto, mit einer erneuten Autopanne ein. Wir hielten es kaum für möglich, jeden Montag ein Auto. 🙂 Diesmal standen wir irgendwo in Israel. Wir fuhren zu einer Tankstelle. Dort halfen uns sehr hilfsbereite und zuvorkommende Leute vom israelischen Militär und der Polizei bei unserem Problem weiter. Hilfsbereitschaft auf jeder Seite. 🙂

Ich freue mich von Euch zu hören und beim nächsten Blogeintrag  werde ich von der Kultur und dem Leben… was sonst 🙂 näher berichten.

Alles Liebe Euch, Eure Verena 🙂

Sendung: Ich mache mich auf den Weg von Gföhl nach Emmaus.

Am Sonntag, dem 23. Juli 2017, fand der Aussendungsgottesdienst in meiner Heimatpfarre Gföhl nach Emmaus statt. Den Gottesdienst durfte ich gestalten. Dabei wurde ich von Schwester Maria Schlackl (SDS) und Schwester Martina Winklehner (SDS) unterstützt, beide sind bereits früh morgens aus Linz angereist. Der Gottesdienst, der sich auf das Sonntagsevangelium (Mt 13,24-43) richtete, wurde von Pfarrer Thomas Pichler zelebriert. In den Fürbitten wurden insbesondere für den Weltfrieden, das Gottvertrauen und für alle „MissionarInnen auf Zeit“ und deren Angehörige gebetet.

Ich habe mich sehr gefreut, dass so viele Verwandte und Freunde aus allen Richtungen Niederösterreichs gekommen waren. Besonders gefreut hat mich, dass die Oberminis und viele von der Katholischen Jugend dabei waren. Die „flexible -Eapfe“ (Kartoffel) Tasche gefüllt mit Glückwünschen der Pfarrgemeinde ist ein besonderes Geschenk, das mitträgt. Das T- Shirt mit dem Psalm „Du führst mich hinaus ins Weite.“ werdet ihr auch noch auf Bildern sehen. Ich möchte mich hiermit auch herzlich bei meiner Pfarrgemeinde und jedem Einzelnen (es weiß ja jeder wofür ich IHM/IHR dankbar bin ) bedanken. So fühlt man sich in jeglicher Hinsicht sehr getragen. Bei dieser Feier konnte ich mich sehr gut von meiner Familie und Freunden verabschieden, um gut durchstarten zu können.

„Gehet hin in Frieden“ – diese Worte blieben besonders hängen.

Bereits Montagmorgen ging es sehr früh gut be(ge)packt zum Flughafen Wien- Schwechat. Mein Bruder Andreas verabschiedete mich mit den Worten. Auf geht’s!!! Eine Freundin schloss mich nochmals in die Arme und begleitete mich zum Check in…

…am Flughafen in Tel Aviv wurde ich von Schwester Hildegard seeeehr herzlich in Empfang genommen. Denn es war doch eine sehr „lehr-reiche“ Reise, von Gföhl bis ich nach Emmaus (Qubeibeh).

Mehr dazu beim nächsten Mal.

Bis dahin, alles Liebe Euch und Gottes Segen.

Eure Verena (Eapfe, Hasi….)