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WELCOME to India

Ein herzliches „Kublei“ an euch!

Ich bin nun seit bald zwei Monaten gut in Indien angekommen. Bei meiner Ankunft hat mich, wie vereinbart, Father Noble und Sister Simi am Flughafen in Guwahati abgeholt. Mit ihnen, mehreren Schwestern und Brüdern durfte ich fünf wundervolle und spannende Tage in Nagaon in Assam verbringen. In dieser Zeit waren wir von Morgens bis Abends bei verschiedenen Schulen und lieben Menschen zum Mittagessen, Tee oder Abendessen eingeladen. Am vierten Tag hatten wir einen Tag, wo wir uns den Brahmaputra mit einer beeindruckenden gesamtlänge Länge von 2900 Kilometer angeschaut haben. Auf diesem haben wir eine kleine Bootstour unternommen und siehe da – sogar Flussdelpine gesehen! Es waren wirklich tolle und spannende Tage, die ich in Assam verbringen durfte.

Typisch für Indien, waren natürlich überall Kühe auf der Straße zu sehen sowie Ziegen und Hühner. Was man beim indischen Verkehr definitiv sein muss –  achtsam und aufmerksam 🙂 auch für mich waren die Autofahrten immer spannend um diese wundervolle Landschaft mit ihren zahlreichen Reis- und Teefelder zu begutachten.

Am 11. August fuhren dann Father Noble und ich Richtung Shillong – der Hauptstadt von Meghalaya (Meghalaya ist ein Bundesland von Indien mit einer Größe von Slowenien). Dort haben wir Unterschlupf bei den Salvatorianer in Shillong erhalten, da wir schon über 5 Stunden unterwegs waren und die Nacht langsam Einzug hielt. Nach einem herzlichen Empfang, haben wir gemeinsam einen kleinen Gottesdienst und zusammen mit den zwei Fathers und den Brüdern zu Abend gegessen. Einer der Fathers meinte dann, ich soll nur viel essen, damit ich wohlgenährt wieder nach Hause komme 🙂 ..was hier um ehrlich zu sein nicht schwer ist, denn dann indische Essen ist exzellent! Da ich scharfe Speisen und Reis schon in Österreich bevorzugt habe, bin ich hier natürlich genau richtig gelandet.

Nach einer angenehmen Bettruhe und einem Frühstück brachen Father Noble und ich auf, um die Fahrt nach Laitknysew anzutreten. Auf dem Weg dorthin besuchten wir wieder viele liebe Menschen und waren wieder zum Mittagessen eingeladen. Eines muss ich auf diesem Wege anmerken. Was Gastfreundschaft betrifft, sind die Inder definitiv an vorderster Reihe.

..und dann endlich, am Abend und vielen holprigen Straßen erreichten wir Laitknysew – meine Enddestination in den East Khasi Hills, wo ich im Projekt der Salvatorianer mitarbeiten darf.

Hier wurde ich ebenfalls herzlich von Father Ambrose und Brother Meshelomon empfangen. Ich konnte gleich mein Zimmer beziehen was sehr schön und einfach ausgestattet ist. Ich habe mich auf Anhieb wohl gefühlt und breitete mich gleich mit meinen Sachen aus. Ich war sehr glücklich, endlich in diesem Naturparadies angekommen zu sein. Am nächsten Tag wurde ich feierlich von den Kindern mit Gesang und Blumen empfangen und ich hielt ein paar kurze Worte an sie und stelle mich ihnen sowie beim Lehrpersonal vor. Anschließend war ich schon in der Schule tätig und die Tage darauf wurde ein Zeitplan mit den jeweiligen Klassen und Unterrichtsfächer für mich erstellt. Father Ambrose ist hier der Direktor der Schule und leitet diese mit Liebe und Disziplin sowie Hingabe. Was klar ersichtlich ist, dass er unerschöpflich daran arbeitet, stetig die beste Schulbildung für die Kinder zu ermöglichen. Es gibt auch noch viel zu tun an der Schule, da das Gebäude 2015 neu errichtet wurde und alles recht einfach ausgestattet ist… aber alles mit der Zeit und davon berichte ich euch gerne laufenden in meinen nächsten Artikeln sowie über die wundervolle Natur hier.

Nun beginne ich auch langsam die Landessprache Khasi zu lernen. Das erste und wichtigste Wort, dass man mir beigebracht hat, war „Kublei“ – dies beteutet Guten Morgen, Guten Tag sowie die besten Wünsche an dich und das wünsche ich natürlich allen meinen lieben Lesern.

In diesem Sinne bis bald & Kublei

Nadja