Archiv der Kategorie: Demokratische Republik Kongo

„Lieber spät als nie…“ Einblicke in ein fernes, wunderbares Land

Über zwei Monate ist es nun schon her, dass ich von daheim ausgeflogen bin ins tiefe innere des afrikanischen Kontinents, genauer gesagt der Demokratischen Republik Kongo (DRK).
Zwei Monate nun, in denen ich bereits allerhand erlebt und gesehen habe…

Ankunft in der DRK

Schon aus der Luft bekommt man einen erstaunlichen Eindruck der im Ausmaß gigantischen, ca. 4.5 Millionen Einwohner zählenden Stadt Lubumbashi.

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Warum möchte ich MaZ sein ?

Timo Roujean

Timo Roujean

Es gibt natürlich vielerlei Gründe, die einen jungen Menschen dazu bewegen, ins Ausland zu gehen. Ich möchte kurz auf die für mich wichtigsten Gründe eingehen, weshalb ich ein ganzes Jahr, ausgerechnet in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) verbringen werde. Beginnen wir mit den persönlichen Gründen. Ich selber bin in Südfrankreich, einem kulturellen Schmelzpunkt aufgewachsen. So lernte ich schon im Kindesalter auf die verschiedenen kulturellen Gegebenheiten Südfrankreichs zu achten und diese auch genauer zu Beobachten und zu verstehen. Schwierig, für einen siebenjährigen Knaben. Nun will ich meinen kulturellen Horizont, der schon von meiner doppelter Nationalität geprägt ist, erweitern.

Ein weiterer Grund betrifft meine beruflichen Perspektiven. In den letzten Jahren habe ich mich mehr und mehr für das gesellschaftliche und politische Weltgeschehen und dessen Hintergründe interessiert. Dementsprechend möchte ich in meinem späteren Beruf meine sprachlichen, politischen und kulturellen Kenntnisse einbringen. Die DRK als Einsatzland eignet sich dabei hervorragend, um diese Kenntnisse erweitern zu können. Denn es gibt weltweit wohl kaum ein Land, das einerseits so viele natürliche Ressourcen, Schätze und Rohstoffe besitzt, anderseits von solch bitterer Armut und Konflikten geprägt ist wie die DRK. Eigentlich wäre dieses Land dazu bestimmt, eines der wirtschaftsstärksten Länder Afrikas zu sein, doch unter den Folgen jahrelanger, immer noch stattfindender Ausbeutung durch Industrienationen und der kriegerischen Vergangenheit, aber auch der Korruption in der Politik, leidet heutzutage in erster Linie immer noch die Zivilbevölkerung. Mir ist zwar bewusst, das ich nur einen kleinen Wirkungsradius habe, doch ich werde bei der Unterstützung des Unterrichts in der Schule versuchen, die Alphabetisierung in kleinem Rahmen voranzutreiben und somit einen Teil dazu beitragen, die Armut nachhaltig zu bekämpfen.