Archiv des Autors: Stefanie Adam

Abschluss und doch kein Ende

So schnell vergeht ein Jahr: Nach 12 ereignisreichen Monaten trafen am 19. September die „Missionar/-innen auf Zeit (MaZ)“ wieder in Nürnberg aufeinander. Es war das letzte Seminar, bei dem alle gemeinsam von ihren Einsatzländern und Erfahrungen berichteten. Und während bei der Abreise vor einem Jahr Aufregung und Abenteuerlust herrschte, spürte man nun einen Schuss Sehnsucht und Melancholie. Der Freiwilligeneinsatz war fast zu kurz. David Knoblauch fasst die Stimmung zusammen: „Was bei unserer Verabschiedung noch in ferner Zukunft lag, war für uns im Rückblick einen Wimpernschlag lang.“

Mit dabei waren auch Pater Georg Fichtl, Pater Günther Hofmann, Linda Ponradl und Lukas Korosec. Unter ihrer Anleitung  reflektierten die Rückkehrer den eigenen Einsatz. Aber auch die Zukunft wurde dikutiert und Möglichkeiten aufgezeigt, sich weiterhin im MaZ Programm zu engagieren. Unter anderem diskutierten alle Stereotype über die eignenen Einsatzländer, skizzierten ihre Erlebnisse und Gefühle während des Einsatzjahres. Außerdem wurden  Präsentationen zur eigenen Einsatzstelle und den eigenen Erlebnissen vor Ort vorbereitet. Die Präsentationen sollen nicht nur an diesem Wochenende, sondern auch  später bei den eigenen Solidaritätskreisen zum Einsatz kommen.

Über das Highlight des Wochenendes waren sich alle einig: Bei den gemeinsamen Abenden konnten sich alle austauschen und erfuhren so auch viel über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die die Länder, Stellen und sie selbst ausmachen und die jeden Einsatz zu einer einmaligen Erfahrung machten. Diese Erfahrungen brachten die jungen Missionare am Ende gemeinsam vor Gott. Mit dem Seminar ging der Einsatz zu Ende „und doch“ – so schreibt uns David Knoblauch – „bleibt die Hoffnung, dass es damit nicht zu Ende geht, sondern neue Freundschaften in die Welt hinausgehen, um von den gemeinsamen Erfahrungen zu erzählen“.

 

Auf zu neuen Ufern

Pfinstklausur der Coaches

Seit der Herbstklausur hat sich unser Freiwilligenprogramm verändert. Denn nach dem Weggang von Brigitte Rolfes, unserer Koordinatorin für das Freiwilligenprogramm, haben wir die Organisation des Programms in Deutschland an die Diözese Rottenburg-Stuttgart abgetreten. Sie wird zukünftig die Vorbereitung unserer deutschen Missionare auf Zeit und die Abwicklung der Finanzierung über das bundesweite „Weltwärts-Programm“ für uns durchführen. Durch diese Umstrukturierung können wir auch weiterhin jungen Menschen einen freiwilligen Einsatz in unseren sozialen Projekten ermöglichen. Die ersten MaZ aus der neuen Zusammenarbeit reisen bereits diesen August aus.

Doch welche Auswirkungen hat diese Umstrukturierung für die Coaches? Das Treffen vor Pfingsten in der Nähe von Regensburg gab überzeugend Antwort: Eva Ludwig aus Wernau, verantwortlich für die Servicestelle „Weltkirchliche Friedensdienste“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart, kam eigens und beantwortete die vielen Fragen souverän. Die Coaches sind weiterhin wichtig bei Werbung und Auswahl, bei Begleitung und Rückkehr. Zudem sollten sie den Kontakt zu den Einsatzstellen pflegen. Fazit: Sie werden weiterhin dringend gebraucht.

Ein Besuch in Bruchsal

Vorbereitungsseminar der neuen Servicestelle Wernau

Die Umstrukturierung unserer Vorbereitung erfolgte im Frühjahr sehr schnell. Schon Anfang März begann für die beiden MaZ, die auf salvatorianische Stellen gehen, die Vorbereitung durch die Servicestelle für „Weltkirchliche Friedensdienste“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Pater Georg besuchte das zweite Seminar um Christi Himmelfahrt und erlebte im Naturfreundehaus in Bruchsal eine große, recht bunte und lebendige Gruppe. Das fünfköpfige Leitungsteam gab den Fragen viel Raum, brachte aber auch selbst Themen wie eigene Befindlichkeit, Umgang mit Kulturunterschiede oder Armut und Not ein. In Untergruppen tauschte man sich auch über den Glauben aus. Sein Eindruck: Die jungen Leute sind in guten Händen.