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Simon Baumgarten

Über Simon Baumgarten

Simon Baumgarten aus Passau hilft für ein Jahr im Projekt "Puso Sa Puso" mit, in dem Vorschulunterricht für benachteiligte Kinder in Manila (Philippinen) angeboten wird.

Weihnachten in einer neuen Dimension

Liebe Freunde, Verwandte und Interessierte,

…und so kam die Weihnachtszeit über uns!

Lichter und massenhaft Dekoration seit Ende September. Weihnachtslieder in den Straßen seit Mitte August. Ungewohnterweise alles bei mindestens 28 Grad Celsius. Es liegt in der Luft. Die Weihnachtszeit naht.

Warum in den Philippinen Weihnachten in einer neuen Dimension gefeiert wird, liegt vermutlich daran, dass hier generell ALLES groß gefeiert wird, aber nicht zuletzt auch an der Tatsache, dass das Weihnachtsfest die zentralen Werte dieser Kultur -Familie und Glauben- miteinander verbindet.
Um es anders zu formulieren: Die Stromrechnung und der Gürtel werden für einige Wochen vergessen. Ein Massenphänomen.

Wie sieht das aus?

Familien des Mittelstandes feiern die Weihnachtszeit mit einer Vielzahl unterschiedlicher Festessen, die im Rahmen einer ausgedehnten Vorweihnachtszeit wahr- und eingenommen werden.
Alles glitzert und jeder verlässt (wenn möglich) die Stadt, um dem Gedränge und der Überfüllung zu entkommen. Gedränge in einer neuen Dimension!
Auch der Ablauf der einzelnen Feiern unterscheidet sich von dem mir Bekannten – so muss beispielsweise jeder einzelne Teilnehmer seinen Teil zur Abendgestaltung beitragen – egal ob Singen, Tanzen, oder durch eine sonstige „Performance“. Anfangs sehr ungewohnt, sprengt dies aber wiederum alle Barrieren und passt einfach gut zu der offenen und entspannten Kultur, die ich in den letzten Monaten sehr zu schätzen gelernt habe.

Um den Kindern und Familien in unserer Arbeitsgegend eine ähnliche Atmosphäre (wenigstens für kurze Zeit) ermöglichen zu können, haben wir mit unserer Organisation Events organisiert, durch die wir an Bedürftige Essen und Geschenke verteilen konnten. Diese Charity Events haben zwischen 50 und 1.200 Kinder pro Event erreicht und sind durch Spenden finanziert worden.

Im Anschluss an alle Weihnachtsfeiern bzw. um das Jahr gebührend abzurunden, wurde ab dem 20. Dezember eine allgemeine Urlaubsphase eingeläutet.
Obwohl ein Winterschlaf durchaus naheliegend gewesen wäre, haben wir uns in letzter Sekunde aufgerafft, um nach arbeitsintensiven Monaten endlich längere Zeit Kraft zu tanken und die nördlich gelegenenen „100 Islands“ bzw. die Gegend um „La Union“ zu besuchen.

Stolze Zwischenbilanz meiner Verletzungen in dieser Woche:
Nachdem ich beim Schnorcheln unfreiwillig mit einem Seeigel in Kontakt getreten bin (Wortwitz!), hat mir die Tante eines Freundes mit einer Rasierklinge und einer Nadel die Stacheln aus dem Fuss entfernt. Zwei Tage später bekam ich mein eigenes Surfbrett an den Kopf und kann nun stolz behaupten, dass ich nun eine Narbe vom Snowboarden UND eine Narbe vom Surfen habe. Ganz nebenbei – Elon Musk behält recht: „Urlaub bringt Dich um!“
Es gibt eben Dinge, die verändern sich nie!

Übrigens:
Ich habe eine neue Theorie, warum die Zeit so schnell vergeht.
Öffentlicher Nahverkehr, Behördengänge und die allgemeine Umständlichkeit, vor Ort Dinge zu regeln. Dadurch schmilzt die Woche zusammen. Alles komprimiert sich vollends. Beschäftigung lenkt ab – und zwei Sekunden später ist ein weiterer halber Monat ins Land gezogen.

 

Wie läuft der Unterricht?
Der Unterricht bzw. die Unterrichtsplanung in Parola ist nach wie vor sehr abenteuerlich.
Größte Herausforderung nach wie vor: Die Zustände vor Ort sind sehr chaotisch und man muss sich mit dem abfinden, was man eben hat.
Es gibt Kids, die kommen zweimal pro Monat zum Unterricht. Andere erscheinen zweimal und nie wieder. Wiederum andere nehmen täglich teil, sind aber offiziell zu alt, um zur Zielgruppe zu gehören. Montags ist das Gebiet überflutet, Dienstags ist keiner da, Mittwochs ein spontan vereinbarter nationaler Feiertag, Donnerstags streikt der Verkehr… so sehen meine Wochen hin und wieder aus.

Oft wirkt es, als ob das Umfeld eine Lernroutine nicht zulässt und man wäre kein Mensch, wenn man das Ganze nicht etwas kritischer sehen würde.
Trotzdem überwiegen die Tage, in denen einem bewusst wird, dass die Mehrwerte doch abseits eines Protokolls entsteht.

Dass die Kids auch grundsätzliche Dinge, wie beispielsweise Respekt und soziales Verhalten, lernen, ist einer der zahlreichen Nebeneffekte unserer Arbeit.
Wie teilt man? Was heißt es, jemanden nach etwas zu fragen und nicht einfach nur in der Hoffnung, etwas zu erzwingen, zu schlagen?
Die Eltern bekommen Hoffnung und sind sehr dankbar.

Die Kids tragen unsere T-Shirts mit Stolz und freuen sich auf den Unterricht.

Sie bekommen die richtige Aufmerksamkeit und unsere Organisation nicht zuletzt den wichtigen Kontakt zu den Familien, um diese weiter zu unterstützen. Der letzte Punkt ist nicht zu unterschätzen, da man nur schwer Zugang zu der in sich geschlossenen Gemeinschaft erhält.

Ergänzend zum Unterricht haben wir nach wie vor Workshops, die der Vorbereitung auf unsere Schauspielauftritte dienen.
Den Rest meiner Zeit investiere ich in die Bekanntmachung unserer Sache – sowohl in Deutschland, als auch hier vor Ort.

Summa summarum ist alles im Lot. Wenn das so weitergeht, dann wird mich das Land nicht mehr los. Das ist tatsächlich die einzige problematische Frage derzeit: wie schaffe ich es, hier zu bleiben? 🙂

Viele Grüße in die Welt

Simon

Für zusätzliche Fotos: Instagram (Simon_b.g)

Aufbruchsstimmung

Liebe Freunde, Verwandte und Interessierte,

das Glück kommt erneut über Euch – ich habe einen Artikel vollendet!

Da Ihr bestimmt auf der Suche nach einem trockenen Arbeitsbericht seid, möchte ich Euch diesen Gefallen gerne tun.

Heute ist es der 11.10.2017 und meine Zeit in Manila schreitet voran. Was heißt „schreiten“? Die Zeit fliegt!

Sowieso besteht die Theorie, dass die Zeit hier schneller vergeht – was auch die zwei jährlichen Jahreszeiten erklären würde. Es ist Zeit für einen Lagebericht der neuen Art, die Perspektive wird geändert.

Was machen wir aus der Zeit, nicht was macht die Zeit mit uns?

Montag – Freitag 9-14 Uhr: Mit Kindern und Familien in Parola Wissen gegen wertvolle Erfahrungen eintauschen.

Der Wechselkurs ist undefinierbar, die Organisation nach wie vor schleppend. Man muss sehr bedacht Vertrauen gewinnen und wer sagt schon gern zu unbekannten Kids: „Tut mir Leid, Du darfst heute nicht.“?

Pro Unterrichtseinheit ca. 12-15 Kinder. Mal mehr, mal weniger. Mal Unbekannte, mal Bekannte. Gekontert werden diese nicht kalkulierbaren Größen durch die Rekrutierung älterer Kinder, die mich physisch und mental während des Unterrichts unterstützen und als freiwillige Dolmetscher, Krisenmanager, Psychologen und Türsteher tätig sind.
Um auf diese Umstände adäquat reagieren zu können, muss man sagen, dass Klassengröße, Unterrichtszeit etc. von Woche zu Woche variieren – in Bewegung bleiben ist wichtiger denn je.

Die Gestaltung der Unterrichtseinheiten – und warum nur die Hälfte davon offensichtlich ist, wird übrigens im nächsten Artikel behandelt!

Neben den täglichen Hürden, auch außerunterrichtlich (gerade heute habe ich für zwei km Stadtverkehr stolze 1,5 Stunden benötigt), gefällt es mir in der Gegend immer besser. Einige Gesichter sind mittlerweile bekannt, aus verschiedenen Gates grüßen mich Bewohner aller Altersklassen. Manchmal kommt es mir so vor, als würde man sich an die Gegebenheiten und Umstände sehr schnell anpassen. Man fühlt sich wohl. Ist das naiv? Bitte den letzten Artikel lesen.

Was machen wir sonst mit unserer Zeit? Januar bis März steht ein großes Spendenprojekt an – dafür nehmen wir regelmäßig an Workshops teil. Das frisst Zeit. Viel Zeit. Weitere Infos kommen zeitnah, sobald die Verschweigenheitserklärung nicht mehr greift! Des Weiteren beginnen wir bald mit der Organisation unserer Weihnachtsfeier – die Aufgaben hierfür haben wir aufgeteilt und jeder packt mit an!

Darüber hinaus, was tut sich in unseren zwei Learning Centern in Parola und Payatas?

Beide Lernstandorte wachsen. In Payatas wird gerade eine neue Schule gebaut, das bestehende Haus baulich erweitert (die Planung hierfür läuft).
In Parola sind wir gerade eine Kooperation mit sechs weiteren Nichtregierungsorganisationen (NRO) eingegangen, um uns gegenseitig bei unserer Arbeit zu unterstützen. Inhalt der heutigen Besprechung war die „Versetzung“ von 30 Schülern der anderen Organisationen zu Puso sa Puso!

Zusätzlich zu diesem organisatorischen Reingewinn sind auch wir auf der Suche nach einem größeren Learning Center, da es langsam aber sicher an Platz mangelt.

Was soll man dazu sagen?
Der momentane Pioniergeist ist erfrischend und motiviert! Das näherrückende zehnjährige Jubiläum wird mit Sicherheit ein voller Erfolg.
Beeindruckend, was hier tagtäglich geleistet wird.

Viele Grüße in die Welt

Simon

Für zusätzliche Fotos: Instagram (Simon_b.g)

Wir sind naiv!

Liebe Freunde, Verwandte, Interessierte,

…es ist soweit! Es ist tatsächlich passiert!

Ein paar Wochen hat es gedauert und was soll ich sagen….es ist passiert!

Vor zwei Tagen hat mein Mitstreiter Moritz doch tatsächlich abends erstmals den magischen Satz erwähnt. Den Satz, mit dem ich nicht gerechnet hätte: „Simon, irgendwie hab ich gar kein Bock in zehn Monaten wieder das Land zu verlassen!“

TRUE STORY. Insgeheim stimmt es ja. Aber warum kommt der Satz jetzt? Warum nicht erst in fünf Monaten? Wie naiv sind wir?

Schließlich kennen wir noch nicht ansatzweise 1% dieser Stadt, noch nicht 0,0000001% aller schönen Plätze und noch weniger Prozent aller Erfahrungen und Menschen. Tja, vielleicht sind wir naiv. Aber was hat uns – wenn die Annahme überhaupt stimmt – dazu gebracht?

Tja, vielleicht…

…vielleicht ist es die Arbeit und unser veränderter Alltag. Seit einigen Tagen sind wir nun in den Slums von Manila voll eingebunden.

Nach dem Aufstehen um sechs bis sieben Uhr (wer eine Schlummerfunktion besitzt, der versteht die Zeitangabe) begeben wir uns auf den Weg nach Payatas (Jakob und Moritz) bzw. Parola (mein Einsatzort), um dort unserer primären Tätigkeit, dem Unterricht von Kindern der Gegend, nachzugehen.

Von Anfang an haben wir hier bei der Umsetzung unseres „Lehrauftrags“ freie Hand, was Organisation und Umsetzung anbelangt. Einzige Voraussetzung: der Unterricht muss im Gebiet stattfinden, ohne feste Klassenräume. Die Tatsache, dass nichts zu 100% planbar ist, zieht sich dabei durch den Tag, Klassen werden größer, die Häuser, in denen wir unterrichten, müssen gewechselt werden und vieles mehr.

Diese vermeintlichen Probleme machen in letzter Konsequenz Spaß, bestärkt durch die Tatsache, dass alles durch eine gewisse Grundentspannung angegangen wird. Ich korrigiere den letzten Satz. Macht nicht immer Spaß.

Wie dem auch sei, es ist nicht immer alles komplett entspannt. Hört sich auch viel zu romantisch an.

Die Gegend ist sehr arm, Kriminalität und Gewalt gehören leider zur Tagesordnung. Man sieht definitv viel.

Aber nichtsdestotrotz sind die Bewohner der Gegend freundlich – war klar, dass der Satz kommt, oder? So selbstverständlich ist das gar nicht.
Insgesamt mag ich es, in Parola zu arbeiten, vor Ort Zeit zu verbringen und durch die engen Gassen zu schlendern – stets mit fünf bis zehn Kindern um mich herum: die besten Securities, die man sich in dieser Gegend vorstellen kann. Die Arbeit macht Spaß, die Atmosphäre ist auf eine gewisse Weise einzigartig und der Adrenalinpegel hoch. Ich würde nicht tauschen wollen.

Gerade kümmere ich mich nach wie vor um die Einteilung der Klassen und Erstellung eines Lernplans. Hierbei unterscheide ich nach Vorkenntnissen und Alter. So die Theorie …

Neben dem Arbeitsalltag gibt es ebenfalls eine positive Form der Routine, die gerade Stück für Stück einzieht:

1. Logistische Zeiteffizienz: Der Umgang mit dem Nahverkehr wird routinierter, was im Endeffekt heißt, dass man schneller günstige Transportmöglichkeiten und schnellere Routen findet.

2. Heranschleichende Kosteneffizienz: Es werden nach und nach Einsparpotentiale entdeckt, so wurden beispielsweise die Wäschereikosten nach Betrachtung des Wettbewerbsmarkts erfolgreich um 37,5% reduziert.

3. Wachsende Kontinuität: Nach zwei Wochen Sprachkurs, mehreren Wochen Vorbereitung im Kindergarten etc. tut es gut, nun etwas über einen längeren Zeitraum aufbauen zu können.

4. Wir haben super viele neue Leute kennen gelernt!

Sind es diese Gründe, die uns bereits nach 15,3% der Zeit diesen voreiligen Schluss ziehen lassen?
Naja. Wohl mehr eine Vermutung, die sich gerade beginnt zu bestätigen.

Abschließend hier ein kurzes Dankwort an Alex Meisinger, unseren Vorgänger und guten Kumpel.
Er hat sich für unsere Eingewöhnungszeit sehr viel Zeit genommen und uns viel gezeigt. An dieser offiziellen Stelle nochmal vielen Dank für deine Ratschläge und Deine Zeit!
Wünschen wir ihm alle viel Erfolg bei seinem Studium in Regensburg – und jeder, der diesen Text liest und in Regensburg wohnt, möge ihm Bitte ein Bier ausgeben – das macht die philippinisch-deutsche Preisdifferenz gleich erträglicher.

Viele Grüße in die Welt!

Konsequentes Teilen und Klima-Ping-Pong

Heute ist der 12. September 2017 und mittlerweile befinden wir uns in der sechsten Aufenthaltswoche in Manila auf den Philippinen. Nachdem meine Mitstreiter Jakob und Moritz ausführlich unter anderem über unser bisheriges Programm berichtet haben, hier mein persönlicher erster Eindruck:

Manila, AKA die Stadt mit dem chaotischsten Verkehr, den ich je erleben werde
– aber dazu später mehr.

Vorletzte Woche Freitag haben wir unseren Sprachkurs beendet und in einem Kindergarten im Nordosten der Stadt ein Praktikum angefangen, um unsere theoretischen Kenntnisse anzuwenden. Der erste Umgang mit Kindern unserer Lernzielgruppe bereitet uns auf unseren näherrückenden Einsatz vor und wird voraussichtlich einige Wochen in Anspruch nehmen.

Ebenfalls durften wir an einem Team Building der Pusa sa Puso Inc. teilnehmen, was uns nicht nur viele neue Freunde, sondern auch einen ersten Überblick bezüglich der Organisation gegeben hat. Was hier in wenigen Jahren aufgebaut wurde ist wirklich beachtlich!

Die ersten Tage

Primär ist mir das Klima aufgefallen. Ein Schritt aus dem Flughafen auf die Straße und man kann vermuten, was einen klimatisch ungefähr erwartet. Was sich sehr banal anhört, fällt tatsächlich am öftesten auf. Jedes Mal, wenn man Gebäude oder geschlossene Fortbewegungsmittel verlässt, werden aus anfänglich 20 Grad mindestens 30 Grad (mit 85 Prozent Luftfeuchtigkeit). Der ständige Wechsel zwischen heiß und kalt verlangt dem Kreislauf zwar einiges ab, dieser wird aber wiederum von der sehr nahrhaften Ernährung gestärkt. Duschen ist am Tag mindestens zweimal angesagt, niedrige Verbraucherpreise im Bereich Reingung und Wasser ebnen uns jedoch den Weg zu einer hygienisch ertragbaren Situation. Unser wichtigstes elektronisches Gerät ist neben dem Computer mit Sicherheit die Air Condition, welche für kurze Zeit die Temperatur unserer Wohnung auf ein angenehmes Niveau senken kann.

Neben der klimatischen Situation ist es auch die Intensität der Stadt an sich, die beeindruckt. Manila ist eine riesige Metropole, die ohne eine Minute Pause 24 Stunden am Tag pulsiert. Durch die chaotische Straßenführung schieben sich tausende Autos und nahezu jeder Teil der Stadt ist nur mit Verzögerung erreichbar. Jeder Bürgersteig ist voller Menschen und Geschäfte und durch das rege Treiben entsteht ein hoher Geräuschpegel.

Der Verkehr, hierzulande „traffic“ genannt, verschlingt jeden Tag einige Stunden Zeit und wirkt am Anfang einschüchternd, da man von Deutschland ein anderes Maß an Verkehrsregeln gewohnt ist. Nicht jedoch in Manila. Das Gesetz des Stärkeren bzw. Schnelleren scheint zu zählen und ein jeder Teilnehmer kommt auf den zahlreichen RIESIGEN Kreuzungen schonmal ins Schwitzen, wenn der Nachbar zu einem unerwartenden Überholmanöver ansetzt.

Hört sich aber schlimmer an als es ist. Wenn man sich daran gewöhnt hat, sieht man ein, dass man vielleicht genau nach solchen Unregelmäßigkeiten gesucht hat. Und wenn man diese Unregelmäßigkeit regelmäßig erlebt, wird auch hieraus eine Konstante in unserem zu 100% verschwitzten Alltag.

Sucht man hier auf den ersten Blick vergeblich nach vermeintlichen Standards, so wird einem schnell bewusst, was man von der Kultur und den hier lebenden Menschen viel lernen kann. Die Einwohner dieses Landes, die ich bisher kennenlernen durfte, sind wie erwartet sehr freundlich und es wird aus Prinzip alles ohne zu Fagen geteilt – auch der Spotify Premium Account! Thank you Aldrin! Gastfreundlichkeit wird hier intensiv gelebt und sehr selbstverständlich praktiziert – unabhängig davon, wie viel man hat!

Wenn man die Möglichkeit bekommt hier viel zu lernen, dann hat das nur zu einem kleinen Teil mit Sprache und Straßenverkehr zu tun…

Die ersten Tage in dieser neuen Kultur lassen einen viele Vergleiche ziehen. Worin unterscheidet sich Manila von deutschen Städten? Essen. Straßen. Menschen. Zahl der Obdachlosen. Flughafen. Preise. Essen. Zuverlässichkeit der Müllabfuhr. Zahl der Toiletten in Restaurants. Wie lapidar!

Warum bin ich eigentlich hier?

Nach Vergleich der Tatsachen macht es den Eindruck, dass trotz vieler Herausforderungen die Menschen in Manila oft glücklicher sind. Thanks for having us!

Wir freuen uns auf die baldige Aufnahme unserer Arbeit! Nähere Infos im Anmarsch…
Eindruck: 10/10

Für zusätzliche Fotos: Instagram (Simon_b.g) (moritz.koerner) (Jakob überzeugen wir noch)

Warum ich MaZ sein möchte

Nach ersten beruflichen Stationen möchte ich das Freiwilligenjahr nutzen, um durch sozialen Einsatz meinen eigenen Beitrag zu leisten und dadurch persönlich zu wachsen. Die Herausforderungen vor Ort werden prägend sein und ich freue mich auf die Vielzahl neuer Eindrücke. Die ehrliche und professionelle Organisation im Rahmen des MaZ-Programms bieten hierbei eine gute Hilfestellung. Das Vermitteln von Werten unter der Berücksichtigung eines stabilen Wertegerüsts stellt für mich einen weiteren Vorteil dar und ich freue mich auf die Zeit vor Ort!