Archiv des Autors: Klara Örtel

Heri ya mwaka mpya! – Silvester auf Sansibar

Hallo zusammen,

nach einem tollen Weihnachtsfest und ging es für mich und Judith in den Urlaub.

Wir sind mit den anderen Freiwilligen aus Tansania für 10 Tage auf Sansibar gefahren.
Leider wurde ich schon vor Beginn der Reise krank und musste somit mit Erkältung und Fieber in den Urlaub. (Entwarnung: ich hatte kein Malaria!!) Es war wirklich sehr schön die anderen wieder zu sehen und sich gegenseitig zu erzählen, wie es einem in der eigenen Einsatzstelle ergangen war und was für Erfahrungen man schon gemacht hatte.
Nachdem wir 3 Stunden mit der Fähre von Dar es Salaam gefahren sind, sind wir endlich auf Sansibar angekommen. Der erste Eindruck: sehr, sehr viele weiße Menschen!!!!! Es war etwas erschreckend, da wir das gar nicht mehr so gewöhnt sind. Außerdem war für uns auch sehr komisch zu sehen, dass die ganzen Touris so kurze Klamotten tragen. Wir tragen nämlich meistens Röcke oder Kleider bis über’s Knie und schulterbedeckende T-Shirts, aber hier tragen die Leute halt, wie normale Touristen, kurze Hosen und Tops. Trotz allem konnten wir uns von den anderen Weißen mit unseren Grundkenntnissen des Kiswahilis gut unterschieden, was nur zu unserem Vorteil war. So haben wir Essen, Tickets oder Souvenirs günstiger bekommen. Dementsprechend haben wir auch sehr viel erlebt.
Wir wohnten in einem Hostel in Stone Town, der Hauptstadt von Sansibar und haben tagsüber Ausflüge gemacht. 
Wir sind an einem Tag mit einem Boot auf „Prison Island“ gefahren. Diese Insel ist eine der vielen Inseln vor Sansibar. Dort haben wir erst das Gefängnis und anschließend Schildkröten angeschaut. Für mich persönlich einer der schönsten Ausflüge.
Außerdem waren wir Schnorcheln. Ein tolles Erlebnis, welches ich nur empfehlen kann. Es gab Korallenriffe und Unmengen an Fischen zu sehen. Die Unterwasserwelt ist einfach etwas sehr faszinierendes. Wir hatten sehr viel Spaß . An den anderen Tagen haben wir viele Strände besucht und die Stadt Stone Town näher angeschaut. Ein bisschen Shopping dürfte natürlich nicht fehlen. Wir haben uns wirklich von so vielen Stoffen und der Farbenwelt der Gewürze sehr inspirieren lassen.
Nicht zu vergessen war auch unsere Silvesternacht. Wir haben erst in einer Bar etwas getrunken und sind dann anschließend an den Strand und haben dort unsere letzten Minuten im Jahr 2019 verbracht. Es war unglaublich schön und auch anders als ich es erwartet hätte.
Für mich ging nämlich ein aufregendes Jahr 2019 zu Ende und ein noch aufregenderes Jahr 2020 begann.

Jetzt sind wir wieder in Mkuranga und schon voll bei der Arbeit.

Liebe Grüße von uns

Judith und Klara

Karibu Tanzania! – Meine ersten zwei Monate in Tansania

Hallo zusammen!

Innerhalb von 2 Monaten kann man hier in Tansania sehr viel erleben. Ich fange einfach mal  von vorne an.

Mit großer Vorfreude und ein wenig kribbeln im Bauch habe ich meine große Reise Anfang August angetreten.

Zunächst bin ich nach Morogoro in die Sprachschule, in welcher ich 1 Monat lang in die Sprache Kiswahili eingeführt wurde. Anzumerken ist , das man bei dieser Sprache nicht unbedingt Wörter vom Englischen, Französischen oder deutschen ableiten kann . Also etwas ganz Neues. Doch es hat von Anfang an Spaß gemacht sich auf etwas Neues einzulassen. Nebenher habe ich auch wundervolle Menschen kennengelernt, die mir sehr wichtig geworden sind. Ebenso habe ich einen Massai Markt besucht, der einen einfach fasziniert. 

Nachdem ich den Sprachkurs beendet hatte, bin ich an meine Einsatzstelle gekommen. Ich wurde von den Brothers and Fathers der Salvatorianer wirklich toll aufgenommen, auch von den Sisters nebenan wurde ich sehr herzlich empfangen.

Zunächst mussten mein Mentor Father Ayub und ich erstmal die Bürokratie hinter uns bringen und noch sehr viele Male nach Dar es Salaam fahren , damit ich nicht irgendwann illegal im Lande bin.

Mittlerweile bin ich immernoch legal und mein Jahresvisum habe ich auch bald.

Das Gelände der Salvatorianer hier ist riesig. Zu Beginn hatte ich erst nur das Gelände mit Dispensary und Kindergarten und den Wohnhäusern gesehen, jedoch gehört noch eine ganz große Landwirtschaftliche Fläche dazu. Aufgrund dass Mkuranga auf der Spitze eines Hügels liegt , hat man eine wundervolle Aussicht auf Palmen, Bananenbäumen und vieles mehr.

Neben Pflanzen gibt es auch sehr viele Tiere zu sehen.

Schlagen, Affen, Hühner, Ziegen und ganz viele Krabbelviecher.

Ich arbeite in der Dispensary, der Krankenstation, der Salvatorianer. Meine Kollegen sind alle super nett und versuchen mir Kiswahili beizubringen.

Des Öfteren scheitere ich noch an mangelnder Sprachkenntnisse, aber ich merke, wie es trotzdem langsam einfacher wird.

Trotz allem macht die Arbeit sehr viel Spaß, auch wenn es manchmal etwas langweilig wird, wenn keine Patienten kommen(was ja eigentlich ein gutes Zeichen ist).

So langsam hab ich mich hier gut eingelebt und traue mich mehr unter die Leute . Das heißt ich erkunde Mkuranga und lerne viele nette Leute kennen, die auch meine Vorgänger schon kennengelernt hatten.

Mittlerweile hat auch hierbei Regenzeit begonnen, was hin und wieder sehr angenehm ist, da es dann abkühlt und man auch nachts sehr gut schlafen kann. Für die Wäsche ist es aber nicht so gut geeignet . Sie trocknet zwischen den Regenschauern und wird dann wieder nass , bis an einem Tag die Sonne scheint und die Wäsche dann wirklich trockenen kann.

Dazu muss ich sagen , dass hier per Hand gewaschen wird. Jetzt besitzen wir aber neuerdings eine Waschmaschine. Wer weiß wieviel ich dann noch per Hand waschen muss?

Ich warte jetzt gespannt auf Judith , die in  3 Wochen endlich ihren Dienst antreten wird.

Bis dahin liebe Grüße aus Tansania !

Klara