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Andreas Hoecherl

Über Andreas Hoecherl

Ich war 2012/2013 als Freiwilliger der Salvatorianer in Indien und auf den Philippinen. Jetzt bin ich als "Coach" in der Organisation des Freiwilligendienstes involviert. Derzeit betreue ich diese Website.

Chirurgie im Philippine General Hospital – General Surgery 2

Mein Alltag in General Surgery 2

Nun bin ich schon zwei Monate als „Intern“ (Student im Praktischen Jahr) im Philippine General Hospital (PGH) unterwegs. Gestern ist nun auch mein Monat in General Surgery 2 zu Ende gegangen. General Surgery 2 (GS2) ist die Abteilung für Kolorektale Chirurgie.

Das ich mich immernoch in der Chirurgie befinde findet mein Alltag hauptsächlich im OP Komplex des PGH statt. Entsprechend des Schwerpunktes der Abteilung werden in den OP Sälen von GS2 hauptsächlich Kolorektale Tumore (Darmkrebs) operiet. Das ist durchaus eine wichtige Aufgabe, denn Darmkrebs ist einer der häufigsten Krebsarten weltweit. Dabei sind häufige Operationen das Entfernen des Tumors, das Zusammenähen der übriggebliebenen Darmanteile, sowie das Anlegen und Zurückverlagern von künstlichen Darmausgängenv (Stoma). Häufig wird dabei offen operiert, d.h. mittel einem langen Längsschnitt wird der Bauch in der Mitte eröffnet. Wenn ein erfahrener Chirurg operiert, dann wird manchmal auch laparoskopisch, sprich minimalinvasiv mittels mehreren kleinen Schnitten und Endoskopen operiert. Für Tumore im Bereich des Rektums wird dabei auch der DaVinci OP Roboter des PGH verwendet. Hier versprechen sich die Chirurgen einen Vorteil, da man bei diesen OPs oft auf engem Raum operieren muss.

DaVinci OP Roboter im Einsatz

Der Chirurg sitzt an der Konsole und bedient den Roboter

Schon wieder ich im OP. Diesmal mit umweltbewusster Haube.

Da das operieren im Bauchraum und das Nähen des Darmes sehr Zeitintensiv ist, dauern die OPs lange – 4h+ sind die Regel. Die elektiven OPs gehen dann oft erst nach 1900 zu Ende. Meine Aufgaben sind dabei recht simpel. So beschränkt sich meine Tätigkeit häufig auf das Halten von OP Haken und Einstellen der Beleuchtung. Wenn ich Glück habe darf ich auch mal Tackern, Faden abschneiden oder den Sauger bedienen. Ein Highlight des vergangenen Monats war, das ich bei einem Tumor der auch den Blinddarm (Appendix) erfasst hat, eben diesen mit dem Skalpel abschneiden durfte. Interessant ist dabei noch, dass sich manchmal erst im Verlauf der OP herausstellt, dass der vermeintliche Krebs eigentliche eine Form von Tuberkulose ist, die den Darm befällt. Dieses Krankheitsbild ist auf den Philippinen wohl häufig. Dabei befallen die Tuberkulose Bakterien manchmal den Darm bevor sie überhaupt die Lunge angreifen.

Neben dem OP bin ich auch im Montag und Donnerstag nachmittags im Out Patien Department (OPD) unterwegs, was so etwas ist wie eine Sprechstunde/Ambulanz. Dort begegnen mir hauptsächlich Hämorrhoiden, Analfisteln, Feigwarzen (Condylomata acumiata), Darmkrebs und Wundkontrollen nach OPs. Hier darf ich selbstständig Patientengespräche führen, Patienten untersuchen (unangenehmerweise auch rektal) und in Rücksprache mit den Residents auch mal das weitere Vorgehen festlegen. Natürlich wird das was ich tue von den Residents kontrolliert und abgestempelt.

Im OPD gibt es auch einen kleinen OP Bereich, in dem jeden Montag vormittag eben Hämorrhoiden, Analfisteln und Feigwarzen operiert werden. Da es sich dabei um einfache Operationen handelt, operieren hier hauptsächlich Residents und Studenten. Was für mich spannend sein kann, denn dann darf ich auch mal etwas mehr zum OP Erfolg beitragen. Es gibt sogar einen Bereich in dem Studenten unter Aufsicht eines Residents kleinere Hauttumoren entfernen.

Als weiteres Tätigkeitsfeld im Rahmen von GS2 gibt es noch das Darmkrebszentrum. Dort wird mit den Patienten die weitere Therapie geplant, Chemotherapie und Bestrahlungsschemen festgelegt sowie Kontrolluntersuchungen duchgeführt. Da dies ziemliches Detailwissen zu den einzelnen Tumoren und Tumorstadien erfordert bin ich hier blos Zuschauer.

Eindrücke zum Nachdenken

Manche Momente die ich hier im PGH erlebt habe, regen mich zum denken an. So ist es schon vorgekommen, dass während der OP der Strom ausfällt. Zum Glück sind die wichtigsten Maschinen mittels Notstromaggregat versorgt. Der Anästhesist muss aber zur Beatmung dann teilweise auf den Beatmungsbeutel zurückgreifen. Teilweise sind die Scheren und Instrumente die das Krankenhaus zur Verfügung stellt schon so alt, dass sie nicht mehr richtig funktionieren. Erstaunlicherweise gibt es dabei einige OP Schwestern, die mit ihrem eigenen Geld neue OP Instrumente kaufen und mitbringen! Auch ist in manchen OP Sälen die Klimaanlage kaputt, im Raum ist dann lediglich ein Ventilator vorhanden. Da kommt man beim Operieren ganz schön ins schwitzen. Das bisher Erstaunlichste sind dabei wohl die Improvisierten Stomabeutel für künstliche Darmausgänge. Diese Woche erst ist mir bei der Visite ein Patient begegnet der anstatt eines normal Stomabeutel lediglich eine Plastiktüte mittels Tape an seinem Bauch befestigt hat. Da diese Fälle häufig sind haben Ärzte des PGH sogar eine Publikation dazu veröffentlicht. (https://doi.org/10.3399/bjgp12X656937)

Da die Klimaanlage kaputt ist, muss der Ventilator genügen

Was mir desweiteren auffällt ist die Ungleichheit der Patienten im PGH. Es gibt einen großen unterschied zwischen Pay Patienten mit guter privater Krankenversicherung, und Charity Patienten die entweder gar keine oder die magere staatliche Krankenversicherung (PhilHealth) besitzen. Auf der Privat Station gibt es Einzel- und Zweibettzimmer, Klimaanlage und Fernseher. Auf der Charity Station liegen die Patienten Bett an Bett in einer großen Halle, lediglich ein paar Ventilatoren sorgen für ein bisschen Abkühlung im heißen Klima der Philippinen. Auf der Privat Station geht ein Fellow (Oberarzt) Visite, auf der Charity Station die Residents alleine. Privat Patienten werden nur von Consultants (Chefärzte) operiert, Charity Patienten teilweise von Residents alleine. Natürlich passen die Ärzte im PGH auch darauf auf, dass keiner überfordert wird, so werden schwierige Operationen bei Charity Patienten auch von Fellows und Consultants durchgeführt, aber der Unterschied ist dennoch da. Da lernt man das deutsche Versicherungs- und Gesundheitssystem trotz all seiner Schwächen zu schätzen.

Charity Ward (Wohltätigkeitsstation)

Weihnachtsgrüße von Pater Georg

Bereitet dem Herrn den Weg;

Denn siehe, der Herr kommt

gewaltig.“(Jesaja)

Nein, er kommt als Kind.

Am 3. Adventsonntag wollte ich den großen Propheten Jesaja und seine Botschaft vorstellen. Eine Predigtvorlage setzte als Überschrift die Frage: Welchen Gott erwarten wir? Oben im Kästchen ist die Antwort des Jesaja – und wie sie von Jesus beantwortet wurde. Er bietet uns eine echte Alternative zur Gewalt. Seine Gefolgsleute – wir Christen – erwarten einen anderen Gott, eben den, der sich an Weihnachten in der Krippe zeigt.

Das ist das Geheimnis eines Kindes – das ist das Geheimnis dieses Gottes: Es / Er weckt unsere Liebe durch sein bloßes Dasein. Wäre das ein Modell dafür, wie wir mit uns selber umgehen? Geliebt werden dafür, dass wir da sind? Ein Modell dafür, wie wir mit anderen umgehen, ange-fangen in der eigenen Familie bis hin zum Arbeitsplatz und weiter zu den heimatlosen Menschen hier und überall auf dieser Erde? Unser Gründer Pater Jordan sagt: ALLE . Sie alle lieben für nichts anderes als dafür, dass sie da sind. Denn der Herr kommt nicht gewaltig, er kommt als Mensch.

Möge es uns – und vielen weltweit – gelingen, Gott auf diese liebevolle Weise die Tür zu öffnen!

Das wünscht Euch allen an Weihnachten und im kommenden Jahr 2020

Euer P. Georg

Chirurgie im Philippine General Hospital – General Surgery 1

Das Philippine General Hospital

Philippine General Hospital

Das Philippine General Hospital

Das Philippine General Hospital (PGH) ist ein staatliches Krankenhaus der tertiären Versorgung und die größte Universitätsklinik auf den Philippinen. Es ist das Lehrkrankenhaus der University of the Philippines Manila (UPM). Das Krankenhaus befindet sich auf dem Campus der UPM in Ermita, Manila. Das PGH hat 1100 charity Betten, 400 private Betten und versorgt mit ca. 4000 Mitarbeitern ca. 600.000 Patienten Jährlich. Es wurde 1907 von der amerikanischen Kollonialmacht gegründet und ist seitdem durchgehend in Betrieb. Paradoxerweise wurde es im zweiten Weltkrieg von den Amerikanern bombardiert, da sich dort japanische Soldaten verschanzt hatten.

Das größte Problem des PGH ist laut Aussage eines Arztes der Geldmangel. Das PGH finanziert sich zum einen durch staatliche Zuschüsse zum anderen durch Spenden und Zahlungen der Patienten. Das es am Geld mangelt sieht man an verschiedenen Stellen, am plakativsten wohl an der teilweise maroden Bausubstanz – der Putz bröckelt wortwörtlich von den Wänden. Trotzdem versucht das PGH seinem Stand als tertiäres Krankenhaus gerecht zu werden und besitzt so durchaus moderne Technik wie CT-Scans, MRT-Scans, Laborutensilien, OP-Technologie, seit neuestem sogar einen DaVinci OP-Roboter. Da die staatliche Versicherung (PhilHealth) der Philippinen nur einen Bruchteil der Kosten übernimmt, die durch die moderne, hoch technologisierte und damit teure Krankenhausbehandlung entsteht, muss ein Großteil dieser Kosten durch andere Mittel finanziert werden. Wer eine gute private Versicherung besitzt hat Glück, die Kosten werden übernommen. Wer nur mittels PhilHealth oder gar garnicht versichter ist, der gilt als Charity (engl. Wohltat) Patient. Netterweise übernimmt das PGH einen großteil der anfallanden Kosten der Charity Patienten. So bekommen durch das PGH Patienten aller sozialen Schichten Zugang zu moderner Medizin. Durch den Geldmangel hat dies allerdings auch seine Grenzen. So können nur eine maxmimal Anzahl an Charity Patienten pro Tag behandelt werden, die übriggebliebenen müssen hoffen an einem anderen Tag behandelt zu werden. Außerdem sind einige Behandlungsschritte (zB Chemotherapie) schlichtweg zu teuer und müssen so irgendwie von den Charity Patienten selbst finanziert werden. Das es am Geld mangelt sieht man auch an der Personalstruktur des Krankenhauses. Im Grunde sind die einzigen Ärzte die ständig anwesend sind, die Residents, welche Assistenzärzten entsprechen. Fellows, quasi Oberärzte, sind zwar tagsüber auch fast durchgängig anwesend, aber nur in geringer Zahl. Consultants, also Berater, sowas wie Chefärzte, sind nur zu ausgewählten Terminen anwesend – z.B. schwierige OPs, private OPs, Lehre. Man kann also sagen, dass ein Großteil der ärztlichen Aufgaben durch Assistenzärzte und Studenten erledigt wird.

Mein Alltag in General Surgery 1

Mein Aufenthalt hier ist ein Teil des Praktischen Jahres, sprich des letzten Abschnitts des Medizinstudium in Deutschland. Ich werde hier mein chirurgisches Tertial verbringen, also vier Monate durch eine Teil der chrirugischen Abteilungen des PGH rotieren. Dabei verbinge ich einen Monat in der Abteilung General Surgery 1 (GS1), einen Monat in General Surgery 2, einen Monat in General Surgery 3 und einen Monat in Trauma Surgery.

General Surgery ist die chrirurgische Abteilung für Tumoren der Brust, Weichteile (Haut, Fett, Muskelgewebe), Hals und Kopf, teilweise auch der Speiseröhre und des Magens. Dabei sind die Tumoren oft sehr ausgeprägt bzw. fortgeschritten.  Es ist nicht selten, dass Patienten mit bereits ulzerierenden (quasi blutenden, eiternden) Tumoren größer als 10cm im Durchmesser in der Aufnahme erscheinen. Dabei bin ich oft überrascht wie die Patienten diese geschickt durch Haare, Kopfbedeckungen und Kleidung vor verurteilenden Blicken schützen. Daneben gibt es noch einen anderen traurigen Schwerpunkt der Abteilung, nämlich das Trinken von Säuren in Form von Reinigungsmitteln in suizidaler Absicht. Diese Patienten werden dann neben der chirurgischen Betreuung auch psychiatrisch untersucht, was oftmals gravierende soziale Probleme offenbart, welche primär nicht durch die Medizin per se beseitigt werden können, sondern durch die Politik und die Gesellschaft angegangen werden müssen.

Allgemeinchirurgen bei der Entfernung eines Tumors

Plastische Chirurgen beim Decken der Wunde

Ich im OP

Ich persönlich erledige dabei im Rahmen meiner Ausbildung verschiedene kleinere Aufgaben. Montags, Dienstags, Donnerstags und Freitags finden OP’s statt – was heißt an diesen Tagen darf ich im OP assistieren. Die OP’s starten um 7:00 morgens, also stehe ich um 5:00 auf, verlasse um 6:00 das Haus um dann um 7:00 pünktlich zur OP fertig angezogen im Operationssaal zu stehen. Dabei dauert es unterschiedlich lange bis alle elektiven Operationen erledigt sind, oft bis 17:00/18:00/19:00. Oft darf ich also bis zu dieser Uhrzeit im OP assistieren, was recht interessant ist, da es viel zu sehen gibt. Da häufige, einfachere OP’s durch Residents und Studenten erledigt werden darf ich bei einigen Schilddrüßen, sowie Brustoperationen die Stelle des ersten Assistenten übernehmen, was für mich recht spannend ist. Die meisten OP’s sind dabei wie gesagt Tumoroperationen, die allermeisten davon Brust- und Schilddrüßentumoren.

Endoskopieturm. Die Deutsche Aussprache der Markennamen trägt zur Belustigung des OP Personals bei.

Nach und vor den Operationen finden Visiten statt, hier versuche ich eigentlich auch teilzunehmen, was mir aber nicht immer gelingt, da ich es oft nicht mitbekomme wenn die Residents ihre Runden gehen, oder ich gerade im OP beschäftigt bin. Täglich gibt es außerdem Brustkrebssprechstunden. Dienstag und Donnerstag nachmittag finden die Sprechstunden bzgl. anderer Tumore statt. Währen der Sprechstunden darf ich Patienten interviewen, oder auch mal einen Tumor biopsieren. Falls ich statt des künstlichen Lichts also kurz das Tageslicht sehen möchte, oder keine Aufgabe für mich im OP vorhanden ist, dann gehe ich zu den Sprechstunden.

Mittwochs ist für mich der langweiligste Tag, dort finden neben der normalen Stationsarbeit nur Konferenzen statt. Das positive ist, dass es oft etwas zu Essen gibt und ich früher nach Hause gehen darf. Letzte Woche gab es eine große Feier, da einer der Consultants in den Ruhestand geht – ab 60 darf man nicht mehr beim Staat angestellt sein. Zu unser aller Freude gab es Lechon (=Spanferkel), das extra aus Cebu eingeflogen wurde.

Lechon Cebu

Father Ayub Mwangonda aus Tansania zu Besuch in Deutschland

Im August 2007 kamen die ersten MaZ (Missionare auf Zeit) nach Tansania. Die von uns Salvatorianern betreute Pfarrei Mkuranga bei Daressalam hat seitdem jedes Jahr Freiwillige aufgenommen. Jetzt kam der Pfarrer, Father Ayub Mwangonda SDS, zum fid-Seminar „sexualisierte Gewalt“ nach Köln. Fünf Tage lang tauschten sich Entsender und Partner zu diesem Thema aus. Für die übrigen 10 Tage hatte P. Georg Fichtl ein buntes Programm vorbereitet.

Das erste Ziel war der Illerwinkel im Allgäu. In Lautrach veranstalteten am Samstag vor dem Weltmissionssonntag vier Frauen und zwei Jugendliche den Kinderbibeltag. Da berichteten Frater Ayub von seiner Pfarrarbeit und zwei „seiner“ MaZ von ihrem Einsatz im Kindergarten und im Gesundheitszentrum. Sie zeigten Bilder, sangen mit den 27 Kindern Lieder auf Swahili, bastelten Trommeln und zeigten Kleider. Auf diese Weise wurde die Bibelstelle vom barmherzigen Samariter erschlossen. Denn Jesus hebt da die Hilfsbereitschaft des Ausländers aus Samarien hervor, der die Not des Überfallenen sieht und ohne Wenn und Aber hilft.

Eine Vielzahl von Eindrücken stürzten auf Father Ayub ein: Ehemalige MaZ hießen ihn am Flughafen willkommen. Das gut ausgebaute Straßennetz beeindruckte ihn. Die schön ausgestatteten Kirchen begeisterten ihn. Maria Steinbach mit seiner herrlichen Wallfahrtskirche und der hügeligen, von den Alpen begrenzten Landschaft,  den auf saftigem Grün weidenden Kühen und den riesigen Traktoren hatten es ihm angetan. Da überraschten ihn zwei besondere Mkuranga-Freunde, die ihn schon in Afrika beraten haben und sich jetzt für seine Erfolge interessierten. Ja, es stimmt: Diese Station kann sich mehr und mehr selbst erhalten.

In Messfeiern und Besuchen kam es zu weiteren Begegnungen. Dabei war die Einweihung des „Rössle“ in Lautrach ein Highlight. Das Zusammentreffen mit den Mitbrüdern in Maria Steinbach, Lochau-Hörbranz, München, Wien und Margarethen setzte weitere Akzente. Die Teilnahme an der Wienfahrt der Coaches (= Betreuer der MaZ im Einsatz)und ihrem Klausurtag war ein weiteres herausragendes Ereignis. Im Austausch zeigte sich, wie sehr man miteinander vertraut geworden ist.

Die Abrundung war zuletzt die Trägerkonferenz in Wernau. Wie andere kirchliche Organisationen nehmen wir seit zwei Jahren die Servicestelle des BDKJ der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Anspruch, die einen Großteil der Organisation der Freiwilligeneinsätze abwickelt und sich um die beträchtlichen Zuschüsse des deutschen Staates kümmert. Im Austausch wird deutlich, wie gut für die Vorbereitung, Begleitung und Rückkehr, aber auch in Notfällen für die Freiwilligen gesorgt ist. Sorgen bereitet aber vielen die Überalterung im Trägerbereich. Wie gelingt es, für die eigene Einrichtung junge Kräfte zu gewinnen, aber auch vielversprechende Projekte noch mehr auf eigene Füße zu stellen?

P. Georg Fichtl

 

Entsendefeier fünf neuer Freiwilliger

Fünf junge Erwachsene gehen als MaZ (Missionare auf Zeit) für ein Jahr nach Tansania, Indien oder auf die Philippinen. Zusammen mit mehr als 30 anderen Freiwilligen wurden sie von der BDKJ-Servicestelle der Diözese Rottenburg-Stuttgart auf ihren Einsatz vorbereitet und Ende Juli in Heiligkreuztal feierlich ausgesandt. Zu Beginn lernten die angehenden „Salvator-Freiwillige“ in München und Maria Steinbach sich und uns Salvatorianer näher kennen.

Unsere Freiwilligen im Einsatz 2019/2020 sind:

  • Klara Oertel im Kindergarten und Judith Hübner in der Krankenstation in Mkuranga / Tansania,
  • Alice Schneider und Lukas Mauz im Vorschulprojekt von Puso-sa-Puso in Manila / Philippinen
  • Nadja Tschann in unserer Schule in Laitkynsew / Nordostindien.

Wir danken ihnen ganz herzlich für ihren Lerndienst und wünschen eine von Gott gesegnete Zeit!

Coaches- und Ehemaligen-Treffen Pfingsten 2019

Coaches-Treffen Pfingsten 2019

Alle Jahre wieder Treffen sich die Coaches an Pfingsten. Doch dieses Jahr war einiges neu. So war der Treffpunkt eine idyllisch gelegene Hütte in der Nähe von Freising und zwei frisch zurückgekehrte MaZler frischten das Team der Coaches auf. Außerdem war Jakob Knebel, Verantwortlicher der Servicestelle Rottenburg-Stuttgart, mit dabei. Durch diese noch recht neue Kooperation gab es viele Dinge zu klären. Im Fokus stand die Begleitung und Vorbereitung der aktuellen und neuen Freiwilligen. Aber auch Themen wie Rückkehrerarbeit, Partnerdialog und Finanzielles wurden besprochen. Die Termine und Zuständigkeiten für das neue Vorbereitungsjahr wurden festgesetzt, sodass sich Interessierte bereits jetzt auf eine gute und vielfältige Vorbereitung freuen können. Geplant ist wieder ein Informationstag in München, bei dem das Freiwilligenprogramm der Salvatorianer ausführlich vorgestellt wird. Letzte Zweifel von Bewerbern können im Gespräch mit den Coaches an diesem Tag bereits ausgeräumt werden.

Nach getaner Arbeit stand Freitag Abend für die Coaches bereits traditionell ein Biergartenbesuch an. Zum Glück passte das Wetter und so sind wir nach Freising in die Plantage aufgebrochen. Nach einer langen und lustigen Nacht, bei der so manche Spiele gespielt wurden, folgte am Samstag morgen die Vorbereitung des anschließenden Ehemaligentreffens. Die Coaches planten ein Rahmenprogramm, kümmerten sich um den Einkauf und das Mittagessen. Pünktlich mit der Ankunft der ersten Ehemaligen war alles fertig und der unbeschwerte Teil des Treffens konnte beginnen…

Ehemaligentreffen 2019

Was treibt junge Menschen aus ganz Deutschland und sogar Österreich in ein kleines Dorf in der Nähe des Münchner Flughafens? Bepackt mit Rucksäcken und Schlafsäcken, Badesachen und guter Laune? Richtig, die Einladung von Pater Georg zum traditionellen Ehemaligentreffen am Pfingstwochenende. Samstag Mittag ging es mit einer leckeren Stärkung los. Knapp 20 junge Erwachsene machten sich auf den Weg in unbekanntes Gebiet. Eine Wanderung, die mit einem Weg beschildert mit: „Absturzgefahr“ beschildert wurde, begann, schreckte niemanden ab. Zwar waren die Ungläubigen in leichtem Schuhwerk unterwegs, doch kamen alle heil, wenn auch zerstochen und von Brennnesseln gezeichnet, auf dem befestigten Weg an. An der Isar wurde eine Pause eingelegt. Hier fand auch das Highlight des diesjährigen Treffens statt: Eine Pfingstmesse am Fluss ganz unter dem Motto: neue Wege gehen. Die Messe war sehr eindrucksvoll und gab dem ganzen Wochenende einen besonderen Rahmen. Zurück im Haus folgte ein gemütlicher Abend mit Essen, Spiel Spaß und vielen interessanten Gesprächen. Einige lernten sich neue kennen und alte Freundschaften wurden wieder aufgefrischt. Am Sonntag ging es, nach einem ausgedehnten Frühstück, mit einem Autocorso nach Freising. Dort wurden der Domberg und Weihenstephan besichtigt. Anschließend gab es eine Abkühlung im Badesee. Gespeist wurde im Biergarten. Es wurde ein sehr langer und lustiger Abend. Montag ging es nach einem langen Frühstück an die Heimreise. Vielen Dank an Pater Georg und die Coaches, die den Ehemaligen dieses tolle Wochenende mit vielen Erfahrungen ermöglicht haben. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr und hoffen, wieder viele ehemalige Freiwillige der Salvatorianer, Passauer und Comboni zu treffen.