Archiv des Autors: Andreas Hoecherl

Andreas Hoecherl

Über Andreas Hoecherl

Ich war 2012/2013 als Freiwilliger der Salvatorianer in Indien und auf den Philippinen. Jetzt bin ich als "Coach" in der Organisation des Freiwilligendienstes involviert. Derzeit betreue ich diese Website.

Father Ayub Mwangonda aus Tansania zu Besuch in Deutschland

Im August 2007 kamen die ersten MaZ (Missionare auf Zeit) nach Tansania. Die von uns Salvatorianern betreute Pfarrei Mkuranga bei Daressalam hat seitdem jedes Jahr Freiwillige aufgenommen. Jetzt kam der Pfarrer, Father Ayub Mwangonda SDS, zum fid-Seminar „sexualisierte Gewalt“ nach Köln. Fünf Tage lang tauschten sich Entsender und Partner zu diesem Thema aus. Für die übrigen 10 Tage hatte P. Georg Fichtl ein buntes Programm vorbereitet.

Das erste Ziel war der Illerwinkel im Allgäu. In Lautrach veranstalteten am Samstag vor dem Weltmissionssonntag vier Frauen und zwei Jugendliche den Kinderbibeltag. Da berichteten Frater Ayub von seiner Pfarrarbeit und zwei „seiner“ MaZ von ihrem Einsatz im Kindergarten und im Gesundheitszentrum. Sie zeigten Bilder, sangen mit den 27 Kindern Lieder auf Swahili, bastelten Trommeln und zeigten Kleider. Auf diese Weise wurde die Bibelstelle vom barmherzigen Samariter erschlossen. Denn Jesus hebt da die Hilfsbereitschaft des Ausländers aus Samarien hervor, der die Not des Überfallenen sieht und ohne Wenn und Aber hilft.

Eine Vielzahl von Eindrücken stürzten auf Father Ayub ein: Ehemalige MaZ hießen ihn am Flughafen willkommen. Das gut ausgebaute Straßennetz beeindruckte ihn. Die schön ausgestatteten Kirchen begeisterten ihn. Maria Steinbach mit seiner herrlichen Wallfahrtskirche und der hügeligen, von den Alpen begrenzten Landschaft,  den auf saftigem Grün weidenden Kühen und den riesigen Traktoren hatten es ihm angetan. Da überraschten ihn zwei besondere Mkuranga-Freunde, die ihn schon in Afrika beraten haben und sich jetzt für seine Erfolge interessierten. Ja, es stimmt: Diese Station kann sich mehr und mehr selbst erhalten.

In Messfeiern und Besuchen kam es zu weiteren Begegnungen. Dabei war die Einweihung des „Rössle“ in Lautrach ein Highlight. Das Zusammentreffen mit den Mitbrüdern in Maria Steinbach, Lochau-Hörbranz, München, Wien und Margarethen setzte weitere Akzente. Die Teilnahme an der Wienfahrt der Coaches (= Betreuer der MaZ im Einsatz)und ihrem Klausurtag war ein weiteres herausragendes Ereignis. Im Austausch zeigte sich, wie sehr man miteinander vertraut geworden ist.

Die Abrundung war zuletzt die Trägerkonferenz in Wernau. Wie andere kirchliche Organisationen nehmen wir seit zwei Jahren die Servicestelle des BDKJ der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Anspruch, die einen Großteil der Organisation der Freiwilligeneinsätze abwickelt und sich um die beträchtlichen Zuschüsse des deutschen Staates kümmert. Im Austausch wird deutlich, wie gut für die Vorbereitung, Begleitung und Rückkehr, aber auch in Notfällen für die Freiwilligen gesorgt ist. Sorgen bereitet aber vielen die Überalterung im Trägerbereich. Wie gelingt es, für die eigene Einrichtung junge Kräfte zu gewinnen, aber auch vielversprechende Projekte noch mehr auf eigene Füße zu stellen?

P. Georg Fichtl

 

Entsendefeier fünf neuer Freiwilliger

Fünf junge Erwachsene gehen als MaZ (Missionare auf Zeit) für ein Jahr nach Tansania, Indien oder auf die Philippinen. Zusammen mit mehr als 30 anderen Freiwilligen wurden sie von der BDKJ-Servicestelle der Diözese Rottenburg-Stuttgart auf ihren Einsatz vorbereitet und Ende Juli in Heiligkreuztal feierlich ausgesandt. Zu Beginn lernten die angehenden „Salvator-Freiwillige“ in München und Maria Steinbach sich und uns Salvatorianer näher kennen.

Unsere Freiwilligen im Einsatz 2019/2020 sind:

  • Klara Oertel im Kindergarten und Judith Hübner in der Krankenstation in Mkuranga / Tansania,
  • Alice Schneider und Lukas Mauz im Vorschulprojekt von Puso-sa-Puso in Manila / Philippinen
  • Nadja Tschann in unserer Schule in Laitkynsew / Nordostindien.

Wir danken ihnen ganz herzlich für ihren Lerndienst und wünschen eine von Gott gesegnete Zeit!

Coaches- und Ehemaligen-Treffen Pfingsten 2019

Coaches-Treffen Pfingsten 2019

Alle Jahre wieder Treffen sich die Coaches an Pfingsten. Doch dieses Jahr war einiges neu. So war der Treffpunkt eine idyllisch gelegene Hütte in der Nähe von Freising und zwei frisch zurückgekehrte MaZler frischten das Team der Coaches auf. Außerdem war Jakob Knebel, Verantwortlicher der Servicestelle Rottenburg-Stuttgart, mit dabei. Durch diese noch recht neue Kooperation gab es viele Dinge zu klären. Im Fokus stand die Begleitung und Vorbereitung der aktuellen und neuen Freiwilligen. Aber auch Themen wie Rückkehrerarbeit, Partnerdialog und Finanzielles wurden besprochen. Die Termine und Zuständigkeiten für das neue Vorbereitungsjahr wurden festgesetzt, sodass sich Interessierte bereits jetzt auf eine gute und vielfältige Vorbereitung freuen können. Geplant ist wieder ein Informationstag in München, bei dem das Freiwilligenprogramm der Salvatorianer ausführlich vorgestellt wird. Letzte Zweifel von Bewerbern können im Gespräch mit den Coaches an diesem Tag bereits ausgeräumt werden.

Nach getaner Arbeit stand Freitag Abend für die Coaches bereits traditionell ein Biergartenbesuch an. Zum Glück passte das Wetter und so sind wir nach Freising in die Plantage aufgebrochen. Nach einer langen und lustigen Nacht, bei der so manche Spiele gespielt wurden, folgte am Samstag morgen die Vorbereitung des anschließenden Ehemaligentreffens. Die Coaches planten ein Rahmenprogramm, kümmerten sich um den Einkauf und das Mittagessen. Pünktlich mit der Ankunft der ersten Ehemaligen war alles fertig und der unbeschwerte Teil des Treffens konnte beginnen…

Ehemaligentreffen 2019

Was treibt junge Menschen aus ganz Deutschland und sogar Österreich in ein kleines Dorf in der Nähe des Münchner Flughafens? Bepackt mit Rucksäcken und Schlafsäcken, Badesachen und guter Laune? Richtig, die Einladung von Pater Georg zum traditionellen Ehemaligentreffen am Pfingstwochenende. Samstag Mittag ging es mit einer leckeren Stärkung los. Knapp 20 junge Erwachsene machten sich auf den Weg in unbekanntes Gebiet. Eine Wanderung, die mit einem Weg beschildert mit: „Absturzgefahr“ beschildert wurde, begann, schreckte niemanden ab. Zwar waren die Ungläubigen in leichtem Schuhwerk unterwegs, doch kamen alle heil, wenn auch zerstochen und von Brennnesseln gezeichnet, auf dem befestigten Weg an. An der Isar wurde eine Pause eingelegt. Hier fand auch das Highlight des diesjährigen Treffens statt: Eine Pfingstmesse am Fluss ganz unter dem Motto: neue Wege gehen. Die Messe war sehr eindrucksvoll und gab dem ganzen Wochenende einen besonderen Rahmen. Zurück im Haus folgte ein gemütlicher Abend mit Essen, Spiel Spaß und vielen interessanten Gesprächen. Einige lernten sich neue kennen und alte Freundschaften wurden wieder aufgefrischt. Am Sonntag ging es, nach einem ausgedehnten Frühstück, mit einem Autocorso nach Freising. Dort wurden der Domberg und Weihenstephan besichtigt. Anschließend gab es eine Abkühlung im Badesee. Gespeist wurde im Biergarten. Es wurde ein sehr langer und lustiger Abend. Montag ging es nach einem langen Frühstück an die Heimreise. Vielen Dank an Pater Georg und die Coaches, die den Ehemaligen dieses tolle Wochenende mit vielen Erfahrungen ermöglicht haben. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr und hoffen, wieder viele ehemalige Freiwillige der Salvatorianer, Passauer und Comboni zu treffen.