Salamat Pilipinas! – Abschied nach 13 Monaten

Hallo zusammen!

In meinem letzten Blogeintrag möchte ich euch einiges über meine letzten Wochen und Monate, aber auch über den bald anstehenden Abschied berichten.

Zugegeben, es fühlt sich schon etwas seltsam an zu wissen bzw. zu realisieren, dass sich meine Zeit hier auf den Philippinen (zumindest vorerst) zu Ende neigt. Es fühlt sich gleichsam wie eine sehr lange aber auch irgendwie kurze Zeit an, vor allem weil einfach unglaublich viel erlebt und gelernt wurde und so einige wichtige Erfahrungen gesammelt wurden. Da kann es einem schon so vorkommen als würde ein ganzes Jahr einfach mal so vorbeiziehen.

Von einigen sehr guten Freunden musste ich in den letzten Tagen und Wochen schon Abschied nehmen, was mir überhaupt nicht leicht fiel und das schon wehmütige Bauchgefühl noch verstärkte. In einigen Tagen werde ich mich dann auch von den Kindern und Familien in Payatas verabschieden müssen, was bestimmt auch nicht so einfach werden wird.

Der Gedanke, dass ich hoffentlich sehr bald wieder hierher zurückkommen kann, tröstet darüber glücklicherweise ein wenig hinweg.

Ich bin unglaublich dankbar und froh, die Gelegenheit ergriffen und mich für die Philippinen entschieden zu haben. Es war und ist eine tolle Erfahrung etwas an die Kinder weiterzugeben können aber auch selbst so unfassbar viel zurückzubekommen und zu lernen.

Noch nach über einem Jahr beeindruckt mich die Art und Lebensweise der Menschen vor Ort immer wieder aufs Neue. Die Aufgeschlossenheit, Bescheidenheit und schlicht, die Fröhlichkeit der Leute trotz den teilweise sehr „einfachen“ und schwierigen Lebensumständen werde ich ganz sicher nie vergessen.

Stets wird gegeben, eingeladen und geteilt, obwohl man selbst nicht besonders viel hat. Man stellt seine eigenen Bedürfnisse teils in den Hintergrund, um ja nicht die Gäste oder gar die eigene Familie zu vernachlässigen. Gerade im Rückblick auf das Jahr werde ich mir dieser Tatsachen immer mehr bewusst und umso mehr bin ich davon beeindruckt. Zufrieden und glücklich zu sein mit dem, was man hat, selbst wenn es nicht sehr viel ist.

Das und vieles mehr werde ich bestimmt bald sehr vermissen.

 

Nun möchte ich aber noch von einem sehr besonderen Event, welches letzten Monat stattgefunden hat, erzählen.

Anfang Juli hatten wir nämlich unsere Abschlussfeier mit den Kids in Payatas. Zusammen mit den Kindern von Jakob fuhren wir mit mehreren Jeepneys zum Ort der Feier. Dank den Spenden konnten wir sogar eine tolle Location mit Swimming Pools organisieren, worüber sich die Kinder mit am Meisten gefreut haben. Alles in allem war es ein sehr gelungener Tag, die Kinder als auch die Eltern, welche als Begleitung dabei waren hatten sehr viel Spaß. Jedes der Kinder durfte seinen Handabdruck auf der großen Leinwand in bunten Farben hinterlassen und anschließend wurden noch eigene Bilder auf kleineren Leinwänden gestaltet. Außerdem erhielten die Kinder ihre Zertifikate als Zeichen der Anerkennung, das Programm absolviert zu haben. Dann gab es noch Geschenktüten mit Schulmaterialien und Süßigkeiten und ein leckeres Mittagessen. Bevor unsere eigentliche Überraschung, eine kleine Clown Show und Gesichtsbemalung an der Reihe war, gab es für alle ungefähr zwei Stunden Zeit um die Swimming Pools ausgiebig zu nutzen. Die Feier beendeten wir mit dem gemeinsamen Singen unseres „Graduation-Songs“, was ein wirklich emotionaler Moment war. Schließlich wurden noch die Zertifikate verteilt, danach ging es dann auch schon wieder zurück nach Payatas.

Da bei diesem Event leider nicht alle meiner und Jakobs Schüler anwesend sein konnten, haben wir ein paar Wochen später ein kleines Nachholevent veranstaltet, um auch mit den übrigen Kindern noch die Bilder zu malen, ihnen ihre Geschenke und Zertifikate auszuteilen und ihnen trotzdem noch eine Freude zu machen, obwohl sie ja das eigentliche Event verpasst hatten.

Nach diesen Veranstaltungen ging es für mich direkt weiter nach Siargao, einer Insel im Süden des Landes, welche als Surfer Paradies bekannt ist. Gesurft wurde dort dann auch so gut wie jeden Tag. Dafür konnte ich mich sogar dazu motivieren früh morgens aufzustehen und kurz nach Sonnenaufgang schon einige Stunden auf dem Wasser zu verbringen um zu üben. Zum Urlaub auf Siargao hier noch eine kleine Auswahl an Bildern:

 

In meinem letzten Blogeintrag habe ich euch außerdem versprochen, das besagte Video endlich mit euch zu teilen. Unter diesem Link kann man sich nun den Trailer ansehen: https://drive.google.com/open?id=1gVBcw98Bml1ZqUncQehXY9VTn7TBi3sb

Das Video entstand zusammen mit den anderen beiden Freiwilligen, Jakob und Simon. Wir haben zwei Tage in Payatas und einen Tag in Parola gefilmt und ich habe mich dann im Anschluss an den Schnitt gesetzt und eine ganze Weile daran herumgebastelt. Deshalb freue ich mich sehr, dieses Projekt nun mit euch teilen zu dürfen und damit hoffentlich einen nochmal besseren Einblick zu geben als mit dem Berichten oder Fotos. Ich wünsche viel Spaß beim Anschauen!

Unterdessen bin ich bereits dabei, mich auf meine baldige Abreise vorzubereiten und versuche mein Bestes um auch den Rest der noch anstehenden Abschiede zu überleben 🙄

 

Einen lieben Gruß nach Deutschland und bis bald,

euer Moritz  😀

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By | 2018-08-30T08:36:07+00:00 27. August 2018|

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