Eid Mubarak – Frohes Fest – mitten im Sommer

Einen lieben Gruß aus Emmaus meine Lieben 🙂

Ich habe in einem Blog schon mal erwĂ€hnt, dass wir die einzigen Christen, mit einer christlichen Familie und ein paar Franziskanern im Dorf sind: Nun war das grĂ¶ĂŸte Fest der Muslime:

„Das Fest des Fastenbrechens“: Das Ende des Fastenmonats Ramadan: „al’hamdulillah“ „Gott sei Dank“ und wie ich im letzten Blog geschrieben habe, fĂŒhlt es sich an wie Weihnachten… 🙂 So freuten wir uns mit Ihnen ĂŒber ihre Freude 🙂

Die Mitarbeiterinnen teilten besondere SĂŒĂŸspeisen, Mamoul, aus und sind tief erfĂŒllt mit, wĂŒrde ich hier wieder diesen Vergleich anstellen,… weihnachtlicher Freude. Sie bekamen von den Schwestern Geschenke. Wir wĂŒnschten ihnen „Eid Mubarak“ ein gesegnetes Fest oder „Kol’am wu inti salmi.“ (Ich weiß leider nicht, wie man das richtig schreibt )

Ausschlaggebend fĂŒr den Beginn bzw. fĂŒr das Ende des Ramadans ist jeweils die Sichtung der Mondsichel. Dies wird auch von der Wissenschaft genau berechnet und dann offiziell bekannt gegeben. Am Freitag dem 15. Juni war es soweit, am Vorabend bei Sonnenuntergang ca. 20.00 Uhr wurde in der Moschee der Festtag fĂŒr den nĂ€chsten Tag angekĂŒndigt. Es war ja nicht sicher, ob der „Haupt“ – Festtag am 14., 15. oder vielleicht erst am 16. Juni ist. Mit den stĂ€ndigen melodischen Ausrufen „Gott ist der GrĂ¶ĂŸte“ (Allah‘hu akbar – Gott ist grĂ¶ĂŸer- heißt es wörtlich ĂŒbersetzt). Ein sehr schönes Glaubenszeugnis an den einen allmĂ€chtigen Gott.

Auch der OrdensgrĂŒnder der Salvatorianerinnen und Salvatorianer schreibt in seinem geistlichen Tagebuch:

„Alles zur grĂ¶ĂŸeren Ehre Gottes“ So haben wir doch so viel gemeinsam und gehen in eine Richtung…

Die arabische Sprache fasziniert mich sehr, um noch ein solches melodisches Beispiel zu nennen. Wenn man den Bewohnerinnen hilft, ist immer die Antwort:“ Salah mi ydeki“ –  „Gott segne deine HĂ€nde.“ Und die Antwort dazu ist oft, wie fast bei allem „Inshallah!“ – „So Gott will“…

An den Festtagen, hatten die arabischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frei. Am „Hauptfesttag“ (ein Familienfesttag) und die weiteren zwei bzw. drei Tage sind Besuchstage bei Verwandten und Freunden, bei denen besonders die SĂŒĂŸspeise „Mamoul“ auch mitgebracht und gereicht wird. Wahrscheinlich habe ich es in einem Blog schon erwĂ€hnt, Essen spielt hier in der Kultur eine ganz wichtige Rolle. Ist man irgendwo eingeladen, gibt es Essen und es wird als unhöflich erachtet, etwas nicht anzunehmen. So kam an den Tagen auch viel Besuch zu den Bewohnerinnen, die Verwandte haben. Da kommt es schon vor, dass die eine oder andere Familie mit Kochtöpfen voll Essen kommen und auch an die anderen Bewohnerinnen Essen ausgeteilt wird. Dies ist manchmal doch sehr herausfordernd, da es die eine oder andere Diabetikerin gibt.

Am Festtag gab es fĂŒr die Bewohnerinnen ein besonderes arabisches Gericht. HĂŒhnchen mit Zwiebeln auf Tabunbrot und als Nachspeise Eis. Ganz klar, eine Österreicherin schafft es nicht so ganz arabisch, aber dank der Vorbereitungen vom Koch, haben sie sehr gut gegessen. An diesem Tag ĂŒbte ich mein Hobby (kochen) ganz erfreulich aus und kochte auch fĂŒr die VolontĂ€rinnen und Schwestern: Brathuhn, Reis, Paradeisersalat (aus Healthy’s Garten -> wieder ein Hinweis auf die Zeitung der Emmaus Wege) und natĂŒrlich an EAPFE-Salat…

Im’sachan

Grillhendl

Am Abend wollte ich Zwetschkenknödel machen, doch TOPFEN? Wie soll man den ersetzen? Joghurt, zu flĂŒssig, auch Labanah zu flĂŒssig, etwas Rahmartiges, auch nicht das Richtige… Dann war es zu viel Mehl… Man musste schlussendlich halt gut kauen… Aber… ich werde noch das richtige Milchprodukt finden…. Vielleicht werden es dann keine „Möhdotschn“ mehr. Am Abend fiel mir ein Gebet der hl. Theresa von AvilĂĄ in die HĂ€nde; Sie schrieb einmal an ihre Mitschwestern:

„VorwĂ€rts, meine Töchter, nur keine Verzweiflung, wenn das Gebot des Gehorsam von euch verlangt, dass ihr euch mit weltlichen Dingen befasst. Wenn es KĂŒchenarbeit sein sollte, dann mĂŒsst ihr wissen, dass der Herr auch mitten unter den Kochtöpfen zu finden ist.“ Hihi auch wenns „Möhdotschn“ werden hihi ^^

Meine Lieben einen nun heißen Gruß aus Emmaus und alles Liebe bis bald; Hoffentlich mit einem Foto von Zwetschkenknödeln 2.0

Alles Liebe Verena

in Action 🙂

EmmausWege im Garten

 

Print Friendly, PDF & Email
By | 2018-06-19T16:33:12+00:00 19. Juni 2018|

Leave A Comment