Weg aus dem Alltag

Wie ein kleines Europa – Urlaub auf Sansibar

Im Januar haben wir mit Greta und Francesca, den beiden MaZlern aus Uganda, Urlaub auf Sansibar gemacht. In Dar es Salaam wollten wir die beiden dann vom Busbahnhof abholen. Doch wie so oft in diesem Jahr hat sich die Planung hier etwas schwierig gestaltet. Die erste Info war: Sie kommen um zwei Uhr in der Nacht an, was uns schon etwas seltsam vorkam, aber man weiß ja nie. Irgendwann ist uns dann in den Sinn gekommen, dass sie vermutlich in der „Tansanischen Zeit“ um zwei ankommen. Das heißt auf deutsch so viel wie acht Uhr morgens (In Tansania beginnt man nämlich mit der ersten Stunde des Tages das rechnen. Somit ist sieben Uhr die erste Stunde). Als wir dies jedoch feststellten, gab es noch das kleine Kommunikationsproblem, weil sie mittlerweile schon die Landesgrenze überschritten hatten und somit nicht erreichbar waren, weil sie ja nur eine ugandische SIM-Karte hatten. Aus dem acht Uhr morgens am nächsten Tag wurde dann doch drei Uhr nachmittags und wir waren alle froh, als wir uns in die Arme nehmen konnten.

Auf Sansibar hatten wir eine schöne und erholsame Zeit. Wir waren überrascht… so unglaublich viele Touristen!!! Und auch so viele Deutsche. Es war sehr ungewohnt, sich mit so vielen Menschen auf Deutsch unterhalten zu können! 😀 Und, dadurch, dass so viele deutsche Touristen auf Sansibar Urlaub machen, können auch erstaunlich viele Sansibarer deutsch sprechen. Beispielsweise haben wir unsere Gewürztour auf deutscher Sprache gemacht. Was dort auch ziemlich lustig für Philo und mich war, dass niemand erwartet hat, dass wir Kiswahili sprechen können.

 

Zwischenseminar

Im Februar hatten wir dann eine Woche Zwischenseminar in Dar es Salaam. Organisiert wurde das Seminar von den Spiritanern. Die Leiter waren ehemalige Freiwillige und Pater Gasto. Wir waren insgesamt 24 Freiwillige aus Tansania, Kenia, Ruanda und Sambia von verschiedensten Entsendeorganisationen. Somit waren wir eine buntgemischte Gruppe und es war unglaublich interessant, was jeder so in dem halben Jahr erlebt hat. In dem Seminar ging es hauptsächlich darum, sich auszutauschen, über Probleme im Projekt zu reden und sich gegenseitig Tipps zu geben. Es war faszinierend, wie die Gruppe innerhalb so kurzer Zeit zusammengewachsen ist, obwohl die meisten sich davor noch gar nicht kannten. Man konnte wirklich mit jedem offen reden und es wurde nie langweilig. In dem Seminar haben Philo und ich auch wieder einmal festgestellt, wie viel Glück wir mit unserer Einsatzstelle haben und auch, dass wir uns so unglaublich gut verstehen… wir haben immer was zu lachen. Wir hatten auch eine „open space“ Einheit, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Was bedeutet: wir, die Freiwilligen, überlegen uns Themen, über die wir reden wollen. Und es konnte wirklich jedes Thema gewählt werden… es ging von Projektspenden, Unterrichtsmethoden, als Weißer in Tansania, Frauen in Tansania bis hin zu Kleidersucht, wo wir uns über verschiedene Kleiderschnitte ausgetauscht haben, oder Kinderlieder. Das schöne beim Open space ist, dass man sich aussuchen kann wo man hingeht, zu jeder Zeit die Gruppe wechseln kann und es egal ist, wenn man Schlussendlich bei einem komplett anderem Thema landet. Wir haben auch verschiedene Methoden zur Konfliktlösung gelernt. Uns den Film „Blickwechsel“ angeschaut, welcher zeigt, was die Menschen im Einsatzort von den Freiwilligen denken und vieles mehr. Am letzten Abend wurde ein bunter Abend veranstaltet, was unglaublich viel Spaß gemacht hat. Die Teamer haben uns am Ende mit einem Schoko-Fondue überrascht, worüber wir uns alle wie kleine Kinder gefreut haben und so viel wie nur möglich gegessen haben! Somit war die Seminarwoche auch wieder total schnell vorbei und jeder von uns hat viel zum nachdenken mitgenommen!

 

Mit einem Gast zurück in Mkuranga

Eine der Freiwilligen, Jessica, hat kurzerhand entschlossen, nach dem Seminar mit nach Mkuranga zu fahren. Für fünf Tage war Jessica bei uns mit dabei, hat im Kindergarten die Kinder beschäftigt und auch bei Philos Arbeit vorbeigeschaut. Und wir haben festgestellt: es ist tatsächlich auch möglich, in  unserem eh schon relativ kleinem Zimmer auch zu dritt zu schlafen! 😀 Als jedoch am letzten Abend eine Maus in unserem Zimmer war, wurde uns das dann doch zu eng und wir haben Brother Jeremiah mit unseren Schreien aus dem Schlaf gerissen, damit er uns hilft. Mit einem großen Stock gerüstet kam er dann in unser Zimmer… blöderweise hat sich die Maus aber in der Zwischenzeit wieder sehr gut versteckt und wir haben sehr lange gebraucht, um sie zu finden. Dann hat Brother Jeremiah auch noch Brother Michael um Hilfe gebeten. Jessica und ich haben aus sicherer Entfernung (draußen) beobachtet, wie Philo und die zwei Brüder die Maus in unserem Zimmer gejagt haben. Nach ca zwei Stunden haben sie die Maus endlich erwischt und wir konnten in unser nun sehr verwüstetes Zimmer zurück und erst einmal aufräumen… Beim Frühstück hat man gemerkt, dass alle eine unruhige Nacht hinter sich hatten… wir wegen der Maus, die zwei Brüder wegen der Jagdaktion und die anderen wegen unseren schreien. Ja, wir halten unsere Brüder und Pfarrer in Mkuranga immer auf trapp! 😀

Liebe Grüße XOXO

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By | 2018-05-15T14:20:09+00:00 5. Mai 2018|

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