Selbstgebrautes zum ersten Advent

Hallihallo ihr Lieben,

heute ein kleiner Bericht von eurem Dreamteam aus Alenga zu unserem ersten Advent:

Morgens gingen wir wie jeden Sonntag um acht Uhr in die Kirche. Da wir Teil des Chors sind, haben wir eigentlich immer gute Sitzplätze und es ist ein schönes Gefühl, auf diese Weise in die Gemeinde integriert zu sein. Leider hing kein riesiger Adventskranz am Altar, auf dem die erste Kerze brannte, weil der Brauch hier nicht bekannt ist.

In den Adventsgottesdiensten darf aufgrund der besinnlichen Vorbereitungszeit auf Christi Geburt nicht getanzt werden, was wir schade und ungewohnt fanden. Wir freuen uns schon darauf, wenn in der Weihnachtsmesse dann alle wieder voller Elan und Freude singen, tanzen und klatschen.

Erste Erfahrungen als Schnapsbrennerinnen

Danach besuchten wir unsere Freundin Anna, wo wir auch Walter und Brown trafen, ebenfalls Freunde von hier. Anna hatte uns eingeladen, mit ihr gemeinsam zu kochen und zu essen und dieses Mal auch Schnaps zu brauen. Wir waren sofort begeistert und freuten uns sehr auf den Besuch. Als wir ankamen, hatte Anna bereits einige Flaschen Schnaps hergestellt und so gesellten wir uns einfach dazu, schauten zu, stellten Fragen und halfen mit, wo es ging. Der Schnaps wird aus Cassava gebraut. Cassava ist eine Pflanze und gehört zu den Wolfsmilchgewächsen. Das hat hier eigentlich jeder im Garten, sie wird gegessen und gekocht wie Kartoffeln und wir finden sie super lecker.
Für den Schnaps wird die Cassava gemahlen, mit Wasser vermengt und dieser Mix wird eine Woche lang stehen gelassen, um zu gären.
Dann füllt man es in sogenannte „Gulus“, die man fest verschließt und erhitzt. Wenn es so heiß ist, dass der Dampf aus dem Topf kommt, führt man einen Schlauch ein, über den der Dampf in eine Schüssel mit kalten Wasser geleitet wird, abkühlt und dann in kondensierter Form als Schnaps in die Flasche läuft (s. Fotos).
Chemikalisch ist das sicher nicht perfekt ausgedrückt, dafür hätten wir in der Schule wohl besser aufpassen müssen.
Jedenfalls ist das Ganze ziemlich viel Arbeit, aber der Schnaps schmeckt gar nicht schlecht und lässt sich laut Anna sehr gut im Dorf verkaufen.
Wir haben ihn warm probiert und fanden ihn ganz schön stark, aber trotzdem besser als erwartet.

Nebenbei haben wir noch gemeinsam gekocht und dann – wie immer bei Anna – super lecker und viel zu viel gegessen. Zufrieden und glücklich gingen wir am späten Nachmittag wieder Heim.

Ein schöner und lustiger erster Advent bei 35 Grad im Schatten. Hier kommt durch die Päckchen unserer Eltern mit Plätzchen, Deko und Adventskalender im Haus sogar ein bisschen Weihnachtsstimmung auf, sobald man das Haus aber verlässt, sieht man keine Deko oder Vorbereitungen, wie wir sie gewöhnt sind, sodass man schnell vergisst, dass Dezember ist.

Sonnige Grüße aus Alenga in die kalte Heimat,

Francesca und Greta

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By | 2017-12-06T10:00:26+00:00 5. Dezember 2017|

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