Das „heilige“ Land…

Einen lieben Gruß aus Emmaus. Seit dem letzen Eintrag hat sich hier natürlich seeeehr viel getan. Der letzte Blogeintrag ist ja auch einige Zeit her. 😊 Der erste richtige Regen ist diese Woche bereits gefallen. „Hamdulillah“ ( arab. Gott sei Dank). Schon langsam kehrt der Herbst ein. Die Olivenernte ist voll im Gange. Die Oliven für die nächsten Jahre wurden bereits eingelegt und haltbar gemacht. Diese Art von Haltbarmachung ist ein altes Familienrezept. Das erste Olivenöl wurde auch bereits gepresst und verkostet: Incredible, natürlich. Die Ernte war und ist ein reicher Segen. 😊

Das Wunder der Natur!

Einige Gedanken zum heiligen Land: Was heißt „heilig“? Für mich stellt sich oft die Frage, warum wurde wohl dieses Land als SEIN Land erwählt? Es finden sich täglich neue Antworten auf solche Fragen, ob ich die Landschaft, die Wüste, das Tote Meer oder die unterschiedlichen Kulturen hier auf diesem Stückchen der Schöpfung sehe. Besonders im Alltag, in den kleinsten alltäglichen Dingen des Lebens, ist es erkenntlich, dass es „heilig – besonders – ganz“ ist. Eine sehr schöne Definition hat mich hier im heiligen Land an den Tourismus gewöhnen lassen. Es ist DAS Land, in dem Jesus gelebt-gewirkt-geheilt… usw. hat, ob er auf diesem oder jenen Stein gesessen hat… doesn’t matter… 🙂 ER ist und war IMMER DA!

Beit Emmaus ist ein gesegneter Ort mit sooo vielen Schätzen, da kann man doch nur von einem Wunder schreiben. Ich bin täglich fasziniert von der Schöpfung, als Natur-Mensch (Eapfe 😉) und auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen; natürlich noch mehr. Besonders erstaunt bin ich über das Wachstum der Früchte, Blumen, Oliven mit nur so wenig Wasser. Außerdem bin ich immer wieder von den unterschiedlichen Techniken von Düngung usw. fasziniert. Da kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr raus und sieht das Wunder Natur wieder aus einer ganz anderen Perspektive. Wie Andrea, aus Deutschland die „Memory – Forschung“ auf der Pflegestation für ein Monat betrieb meinte:  Perspektiven-wechsel…

Perspektiven-wechsel

In meinem letzten Blogeintrag habe ich von der Liebe im LEBEN geschrieben. Genau so schätze ich auch die Menschen hier. Die Arbeit mit den Menschen in der Pflege bereichert mich von Tag zu Tag und von Begegnung zu Begegnung aufs Neue. What else? 😊 Bei den Bewohnerinnen, in der Gemeinschaft mit den Schwestern und den Volontär*innen, sowie bei den arababischen Kolleginnen. Es ist ein Geben und Empfangen. Ich könnte von so vielen Dingen erzählen. Es ist LEBEN hier: ein Kommen und Gehen.

Die Studentinnen aus Deutschland, die auf der Pflegestation ihr Praktikum absolviert haben, die Volontär*innen, die wieder nach Hause geflogen sind und die neuen Volontär*innen. Besonders schön fand ich es, als wir Besuch von  einer ehemaligen Volontärin bekommen haben. Sie war vor 30 Jahren in Beit Emmaus tätig.

Ein Kommen und Gehen

Stickereien

In den letzen Wochen sind zwei ältere Bewohnerinnen verstorben. Allah yarhamha! Es waren sehr neue, aber sehr schöne Erfahrungen, die ich machen durfte. Ein weiteres interessantes Erlebnis, sind die Begegnungen mit den Reisegruppen, die uns ab und zu besuchen. Es bedarf einer besonderen Organisation. Doch, God thanks, everything is (anyhow) possible… Natürlich erleben wir hier tagtäglich noch mehr. 😉 Ein erlebnisreiches LEBEN… 🙂

Bei den Gruppen darf ich dann in unserem Shop beim Verkauf, von Produkten aus dem heiligen Land und von den wundervollen Stickereien -ein Projekt für Frauen vom Lande- mithelfen. Der Erlös wird wiederum für soziale Projekte vor Ort verwendet. Eine sehr schöne und SINN-volle Sache.

Meine Lieben, ich hoffe Euch geht es soweit gut, ich freue mich von Euch zu hören und ich sende Euch LIEBE und gesegnete Grüße aus Emmaus.

Eure Verena 🙂

„Ein-STEIN von viiiielen SEIN…“

Steine

Eure HASI, EAPFE… 🙂

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Von | 2017-11-02T10:15:38+00:00 2. November 2017|

Ein Kommentar

  1. Maria Schlackl sds 5. November 2017 um 17:55 Uhr- Antworten

    Liebe Verena!
    ein LEBENsZeichen von dir ist immer ganz schön erfrischend, danke :-)!! Ja – und was ist heilig und SINNvoll, was macht Sinn? „Tausend Möglichkeiten“ gibt es dazu in unserer schönen UND unheilvollen Welt! Als Salvatorianerinnen wollen wir – wo auch immer wir sind – mit unseren Möglichkeiten, heilsam wirken! Du hast mich wieder auf eine (neue) Spur gebracht … danke und liebste Grüße aus Linz! Maria sds

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