Aufbruchstimmung

Liebe Freunde, Verwandte und Interessierte,

das Glück kommt erneut über Euch – ich habe einen Artikel vollendet!

Da Ihr bestimmt auf der Suche nach einem trockenen Arbeitsbericht seid, möchte ich Euch diesen Gefallen gerne tun.

Heute ist es der 11.10.2017 und meine Zeit in Manila schreitet voran. Was heißt „schreiten“? Die Zeit fliegt!

Sowieso besteht die Theorie, dass die Zeit hier schneller vergeht – was auch die zwei jährlichen Jahreszeiten erklären würde. Es ist Zeit für einen Lagebericht der neuen Art, die Perspektive wird geändert.

Was machen wir aus der Zeit, nicht was macht die Zeit mit uns?

Montag – Freitag 9-14 Uhr: Mit Kindern und Familien in Parola Wissen gegen wertvolle Erfahrungen eintauschen.

Der Wechselkurs ist undefinierbar, die Organisation nach wie vor schleppend. Man muss sehr bedacht Vertrauen gewinnen und wer sagt schon gern zu unbekannten Kids: „Tut mir Leid, Du darfst heute nicht.“?

Pro Unterrichtseinheit ca. 12-15 Kinder. Mal mehr, mal weniger. Mal Unbekannte, mal Bekannte. Gekontert werden diese nicht kalkulierbaren Größen durch die Rekrutierung älterer Kinder, die mich physisch und mental während des Unterrichts unterstützen und als freiwillige Dolmetscher, Krisenmanager, Psychologen und Türsteher tätig sind.
Um auf diese Umstände adäquat reagieren zu können, muss man sagen, dass Klassengröße, Unterrichtszeit etc. von Woche zu Woche variieren – in Bewegung bleiben ist wichtiger denn je.

Die Gestaltung der Unterrichtseinheiten – und warum nur die Hälfte davon offensichtlich ist, wird übrigens im nächsten Artikel behandelt!

Neben den täglichen Hürden, auch außerunterrichtlich (gerade heute habe ich für zwei km Stadtverkehr stolze 1,5 Stunden benötigt), gefällt es mir in der Gegend immer besser. Einige Gesichter sind mittlerweile bekannt, aus verschiedenen Gates grüßen mich Bewohner aller Altersklassen. Manchmal kommt es mir so vor, als würde man sich an die Gegebenheiten und Umstände sehr schnell anpassen. Man fühlt sich wohl. Ist das naiv? Bitte den letzten Artikel lesen.

Was machen wir sonst mit unserer Zeit? Januar bis März steht ein großes Spendenprojekt an – dafür nehmen wir regelmäßig an Workshops teil. Das frisst Zeit. Viel Zeit. Weitere Infos kommen zeitnah, sobald die Verschweigenheitserklärung nicht mehr greift! Des Weiteren beginnen wir bald mit der Organisation unserer Weihnachtsfeier – die Aufgaben hierfür haben wir aufgeteilt und jeder packt mit an!

Darüber hinaus, was tut sich in unseren zwei Learning Centern in Parola und Payatas?

Beide Lernstandorte wachsen. In Payatas wird gerade eine neue Schule gebaut, das bestehende Haus baulich erweitert (die Planung hierfür läuft).
In Parola sind wir gerade eine Kooperation mit sechs weiteren Nichtregierungsorganisationen (NRO) eingegangen, um uns gegenseitig bei unserer Arbeit zu unterstützen. Inhalt der heutigen Besprechung war die „Versetzung“ von 30 Schülern der anderen Organisationen zu Puso sa Puso!

Zusätzlich zu diesem organisatorischen Reingewinn sind auch wir auf der Suche nach einem größeren Learning Center, da es langsam aber sicher an Platz mangelt.

Was soll man dazu sagen?
Der momentane Pioniergeist ist erfrischend und motiviert! Das näherrückende zehnjährige Jubiläum wird mit Sicherheit ein voller Erfolg.
Beeindruckend, was hier tagtäglich geleistet wird.

Viele Grüße in die Welt

Simon

Für zusätzliche Fotos: Instagram (Simon_b.g)

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Von | 2017-10-27T16:14:42+00:00 14. Oktober 2017|

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