Konsequentes Teilen und Klima-Ping-Pong

Heute ist der 12. September 2017 und mittlerweile befinden wir uns in der sechsten Aufenthaltswoche in Manila auf den Philippinen. Nachdem meine Mitstreiter Jakob und Moritz ausführlich unter anderem über unser bisheriges Programm berichtet haben, hier mein persönlicher erster Eindruck:

Manila, AKA die Stadt mit dem chaotischsten Verkehr, den ich je erleben werde
– aber dazu später mehr.

Vorletzte Woche Freitag haben wir unseren Sprachkurs beendet und in einem Kindergarten im Nordosten der Stadt ein Praktikum angefangen, um unsere theoretischen Kenntnisse anzuwenden. Der erste Umgang mit Kindern unserer Lernzielgruppe bereitet uns auf unseren näherrückenden Einsatz vor und wird voraussichtlich einige Wochen in Anspruch nehmen.

Ebenfalls durften wir an einem Team Building der Pusa sa Puso Inc. teilnehmen, was uns nicht nur viele neue Freunde, sondern auch einen ersten Überblick bezüglich der Organisation gegeben hat. Was hier in wenigen Jahren aufgebaut wurde ist wirklich beachtlich!

Die ersten Tage

Primär ist mir das Klima aufgefallen. Ein Schritt aus dem Flughafen auf die Straße und man kann vermuten, was einen klimatisch ungefähr erwartet. Was sich sehr banal anhört, fällt tatsächlich am öftesten auf. Jedes Mal, wenn man Gebäude oder geschlossene Fortbewegungsmittel verlässt, werden aus anfänglich 20 Grad mindestens 30 Grad (mit 85 Prozent Luftfeuchtigkeit). Der ständige Wechsel zwischen heiß und kalt verlangt dem Kreislauf zwar einiges ab, dieser wird aber wiederum von der sehr nahrhaften Ernährung gestärkt. Duschen ist am Tag mindestens zweimal angesagt, niedrige Verbraucherpreise im Bereich Reingung und Wasser ebnen uns jedoch den Weg zu einer hygienisch ertragbaren Situation. Unser wichtigstes elektronisches Gerät ist neben dem Computer mit Sicherheit die Air Condition, welche für kurze Zeit die Temperatur unserer Wohnung auf ein angenehmes Niveau senken kann.

Neben der klimatischen Situation ist es auch die Intensität der Stadt an sich, die beeindruckt. Manila ist eine riesige Metropole, die ohne eine Minute Pause 24 Stunden am Tag pulsiert. Durch die chaotische Straßenführung schieben sich tausende Autos und nahezu jeder Teil der Stadt ist nur mit Verzögerung erreichbar. Jeder Bürgersteig ist voller Menschen und Geschäfte und durch das rege Treiben entsteht ein hoher Geräuschpegel.

Der Verkehr, hierzulande „traffic“ genannt, verschlingt jeden Tag einige Stunden Zeit und wirkt am Anfang einschüchternd, da man von Deutschland ein anderes Maß an Verkehrsregeln gewohnt ist. Nicht jedoch in Manila. Das Gesetz des Stärkeren bzw. Schnelleren scheint zu zählen und ein jeder Teilnehmer kommt auf den zahlreichen RIESIGEN Kreuzungen schonmal ins Schwitzen, wenn der Nachbar zu einem unerwartenden Überholmanöver ansetzt.

Hört sich aber schlimmer an als es ist. Wenn man sich daran gewöhnt hat, sieht man ein, dass man vielleicht genau nach solchen Unregelmäßigkeiten gesucht hat. Und wenn man diese Unregelmäßigkeit regelmäßig erlebt, wird auch hieraus eine Konstante in unserem zu 100% verschwitzten Alltag.

Sucht man hier auf den ersten Blick vergeblich nach vermeintlichen Standards, so wird einem schnell bewusst, was man von der Kultur und den hier lebenden Menschen viel lernen kann. Die Einwohner dieses Landes, die ich bisher kennenlernen durfte, sind wie erwartet sehr freundlich und es wird aus Prinzip alles ohne zu Fagen geteilt – auch der Spotify Premium Account! Thank you Aldrin! Gastfreundlichkeit wird hier intensiv gelebt und sehr selbstverständlich praktiziert – unabhängig davon, wie viel man hat!

Wenn man die Möglichkeit bekommt hier viel zu lernen, dann hat das nur zu einem kleinen Teil mit Sprache und Straßenverkehr zu tun…

Die ersten Tage in dieser neuen Kultur lassen einen viele Vergleiche ziehen. Worin unterscheidet sich Manila von deutschen Städten? Essen. Straßen. Menschen. Zahl der Obdachlosen. Flughafen. Preise. Essen. Zuverlässichkeit der Müllabfuhr. Zahl der Toiletten in Restaurants. Wie lapidar!

Warum bin ich eigentlich hier?

Nach Vergleich der Tatsachen macht es den Eindruck, dass trotz vieler Herausforderungen die Menschen in Manila oft glücklicher sind. Thanks for having us!

Wir freuen uns auf die baldige Aufnahme unserer Arbeit! Nähere Infos im Anmarsch…
Eindruck: 10/10

Für zusätzliche Fotos: Instagram (Simon_b.g) (moritz.koerner) (Jakob überzeugen wir noch)

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