Meine ersten Eindrücke: Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe… Emmaus

Hey, meine Lieben 🙂

Wie ich im ersten Blogeintrag geschrieben habe, habe ich versprochen, bereits von meiner ersten Woche bzw. von der lehr-reichen Reise bis hierher zu berichten. Am Weg vom Flughafen zum „Nursing Home“ Beit Emmaus, wie das Pflegeheim genannt wird, hatten wir eine Autopanne. So standen wir mitten im, für mich irgendwo…, nichts ging mehr. Wir standen etwas ratlos vor dem nächsten Dorf, und sofort hielt ein Auto und wir wurden gleich gefragt, ob wir Hilfe benötigten. Schwester Hildegard ist nun bereits seit 16 Jahren hier und kennt natürlich die Leute, da kam noch der Arzt des Dorfes dazu, die Leuten hielten hier einfach und behoben das Problem, sodass wir nach Hause fahren konnten. Ich spürte regelrecht die Hilfsbereitschaft und den Einsatz der Palästinenser, es war so ein sehr schönes Ankommen in Emmaus.

So ging dieses Gefühl weiter, bereits am nächsten Tag lernte ich einige der Schwestern kennen und ich hatte einige Tage, hier gut anzukommen. In den ersten Arbeitstagen ging dieses Gefühl der Hilfsbereitschaft weiter. Ich lernte die arabischen Mitarbeiterinnen des Hauses kennen. Ich bin nun im Pflegebereich tätig. Natürlich ist für mich sehr viel Neues dabei, sagen wir ziemlich alles ist neu :).

Im „Beit Emmaus“ (Haus Emmaus) leben zurzeit 34 pflegebedürftige Frauen. Die Frauen sind unterschiedlicher Glaubenskonfessionen (Muslime und Christen) und unterschiedlichen Alters. Man wird immer mit „Habibdi“ angesprochen, was so viel wie „Liebling“, bedeutet. Dieses Wort „Habibdi“ ist kein leeres Wort, sondern wird täglich im Alltag angewendet, umgesetzt und gelebt. Gerade das macht das Leben sehr vielfältig und bunt hier in Emmaus. Es wird so viel Hilfe und Liebe untereinander und füreinander gelebt. Die Frauen, die beim Gehen beeinträchtigt sind, werden von anderen Frauen unterstützt oder mit Getränken versorgt. Natürlich kann ich hier nicht alles Erlebte niederschreiben. 🙂

Es ist einfach sehr schön zu sehen, mit welcher Behutsamkeit und Achtsamkeit hier gelebt wird. Das christliche „Beit Emmaus“ wird von den Salvatorianerinnen geleitet (übrigens sind die Gemeinschaft sowie eine Familie die einzigen Christen im Dorf). Es ist hier Platz für jeden. Es wird nie von Religion gesprochen, sondern es wird gelebt. Obwohl die Situation in dieser Gegend für die Leute natürlich sehr sehr schwierig ist, doch es verbindet die Leute untereinander und miteinander. Ich habe hier in Emmaus einfach das Gefühl, dass dieser Respekt dem Anderen gegenüber gezeigt und geLEBT wird. Nächstenliebe spürbar gemacht wird. So funktioniert auch gutes Zusammenleben, das wünsche ich uns allen. Besonders wurde mir das bewusst, als ich das erste mal das Morgengebet des Muezzin bei Sonnenaufgang hörte und dann um sechs Uhr die Kirchenglocken der Franziskanerkirche im Dorf, oder als wir bei Hochzeiten und Trauerfeiern eingeladen wurden. Es ist ein mitEINANDER.

Nach der ersten Arbeitswoche standen meine freien Tage an. Diese zweite Woche starteten wir mit einer Fahrt zum See Genesareth, um die Gegend zu erkunden und Mangos 🙂 „happy fresh Mangos“ zu pflücken. Eine schweißtreibende Arbeit bei 44 °C. 🙂 Die Heimfahrt holte uns wieder, mit einem anderen Auto, mit einer erneuten Autopanne ein. Wir hielten es kaum für möglich, jeden Montag ein Auto. 🙂 Diesmal standen wir irgendwo in Israel. Wir fuhren zu einer Tankstelle. Dort halfen uns sehr hilfsbereite und zuvorkommende Leute vom israelischen Militär und der Polizei bei unserem Problem weiter. Hilfsbereitschaft auf jeder Seite. 🙂

Ich freue mich von Euch zu hören und beim nächsten Blogeintrag  werde ich von der Kultur und dem Leben… was sonst 🙂 näher berichten.

Alles Liebe Euch, Eure Verena 🙂

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Von | 2017-10-26T13:02:34+00:00 14. August 2017|

8 Kommentare

  1. Petra Bichler 23. August 2017 um 09:29 Uhr- Antworten

    Schöne und herzliche Grüße aus Stift Göttweig❤

    • Verena Haselmann
      Verena Haselmann 23. August 2017 um 13:34 Uhr- Antworten

      vielen Dank =) =D

  2. Fürst Helga 28. August 2017 um 16:59 Uhr- Antworten

    Hallo Verena wir wünschen dir alles gute und eine schöne Zeit sollen deine Träume in erfüllung gehen!

    Alles Liebe und pass auf dich auf !

    Tante Helga

  3. Fürst Helga 28. August 2017 um 17:03 Uhr- Antworten

    Hallo Verena wir wünschen dir alles gute und eine schöne Zeit sollen deine Träume in Erfüllung gehen!

    Alles Liebe und pass auf dich auf!

    Tante helga

    • Verena Haselmann
      Verena Haselmann 29. August 2017 um 20:02 Uhr- Antworten

      Vielen lieben Dank 🙂 Alles Liebe Verena =) =) =)

  4. Christina Dietl 12. September 2017 um 08:45 Uhr- Antworten

    Sooo schön! Ich find’s wunderbar, dass du so viel vom Zwischenmenschlichen berichtest – und dass deine zwischenmenschlichen Erfahrungen so wunderbar sind. Das gibt Hoffnung. 🙂

    • Verena Haselmann
      Verena Haselmann 20. September 2017 um 19:52 Uhr- Antworten

      Vielen Dank liebe Christina 🙂

  5. Christine Haselmann 5. November 2017 um 22:45 Uhr- Antworten

    Hallo Verena
    Schön dass du dich so gut in einem fremden Land fühlst und soviel geben kannst und natürlich auch nehmen
    Viel Freude und Kraft für deine Zeit

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